Eine Festwoche zwischen gotischen Pfeilern
Im Herzen der Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt liegt ein Bauwerk, das Musik seit Jahrhunderten besonders trägt: der Magdeburger Dom, gegründet 1207 und damit der älteste gotische Kathedralbau auf deutschem Boden. Wenn die Magdeburger Dommusik einmal im Jahr zu den Domfestspielen lädt, treten sieben Tage lang Vokalensembles, Kammermusiker, Liedermacher und Schauspielerinnen unter dem Sterngewölbe auf — eine Veranstaltungsreihe, die weniger den Hochglanz großer Festspiele sucht als die Konzentration auf den Raum, den Klang und das Publikum davor.
Die Festwoche hat sich in der mitteldeutschen Kulturlandschaft als feste Größe etabliert. Sie steht unter wechselndem Motto und greift jedes Jahr ein Thema auf, das den Magdeburger Dom mit der Geschichte der Stadt verbindet. Für die Auflage 2026 ist es das Jubiläum „500 Jahre Stadtbibliothek Magdeburg" — eine Verbeugung vor der Reformationszeit, in der Magdeburg eine Schlüsselrolle für die protestantische Bewegung spielte, und vor dem Wert des geschriebenen Wortes als Träger von Gedächtnis und Identität.
Die Programmlinien der Magdeburger Domfestspiele folgen einem bewährten Wechsel: A-cappella-Konzerte etablierter Vokalensembles, Kammermusik mit dem hauseigenen Streichquartett, literarisch-musikalische Lesungen, ein Konservatoriumskonzert mit dem Nachwuchs der Stadt und das große Festkonzert zum Abschluss mit dem Magdeburger Domchor, der Domsingschule, dem Jungen Ökumenischen Chor und Barockorchester unter der Leitung von Domkantor Christian Otto. Das Besondere ist die Bandbreite: zwischen einem geistlichen Chorprogramm, einer Frida-Kahlo-Lesung und einem Tangoabend liegen oft nur wenige Tage und der gleiche Kirchenraum.
Die Stadt an der Elbe ist Sitz des Landes Sachsen-Anhalt, mit einer Geschichte, die durch Otto I., die Reformation und die Zerstörung von 1945 geprägt ist. Der Dom überstand alle Brüche und ist heute Hauptkirche der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland. Die Magdeburger Dommusik, Trägerin der Festspiele, betreibt mit Domchor, Singschule und Knabenchor eine der ältesten kirchenmusikalischen Institutionen der Region — die Festwoche ist ihr öffentlich sichtbarstes Aushängeschild.
Die Festwoche 2026 verbindet sieben Tage lang sehr verschiedene Klangwelten. Den Auftakt macht das Leipziger Vokalensemble amarcord mit seinem Programm „Immortal Beauty" — sechs männliche Stimmen, fünf Jahrhunderte geistliche Musik, eine Akustik, die wie geschaffen wirkt für diese Besetzung. Es folgt ein Kammermusikabend mit dem Otto String Quartet, eine literarisch-musikalische Lesung über die Malerin Frida Kahlo und ein Jazzabend im Format „Europa Concert", bevor mit WENZEL SOLO ein Liedermacher die Festwoche prägt. Das Konservatoriumskonzert am Samstagnachmittag öffnet die Bühne für junge Musikerinnen und Musiker der Stadt. Den emotionalen Höhepunkt setzt am Pfingstsonntag das Festkonzert: das Vivaldi-Gloria und das vierte Brandenburgische Konzert von Johann Sebastian Bach, gespielt vom Magdeburger Domchor, der Singschule, dem Jungen Ökumenischen Chor und dem Berliner Barockorchester Märkisch Barock unter Domkantor Christian Otto.
Der Magdeburger Dom liegt im Zentrum der Stadt am Domplatz. Vom Hauptbahnhof Magdeburg erreichst du ihn zu Fuß in rund 15 Minuten oder mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 5, 8 (Haltestelle „Domplatz"). Parkmöglichkeiten gibt es im Parkhaus Domplatz und am Hasselbachplatz.
Vorverkauf über Biber Ticket (0391-5999700), Volksstimme Service-Center und online auf magdeburgerdommusik.de. Die Preisspanne reicht je nach Konzert von rund 17 € bis 34 €. Restkarten an der Abendkasse.
Einlass üblicherweise 30 Minuten vor Beginn. Die Akustik des Doms ist herausragend, alle Plätze sind gut geeignet. Garderobe vorhanden, fotografieren während der Konzerte nicht gestattet.
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Magdeburger Dom
Am Dom 1, 39104 Magdeburg