Bremens Literaturfestival mit Verleihung des Bremer Literaturpreises
Die Literarische Woche Bremen gehört zu den etabliertesten Literaturfestivals Deutschlands. Seit 1976 organisiert die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung das Festival, das neun Tage lang Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Gespräche an verschiedenen Orten der Stadt versammelt — stets in zeitlicher Verbindung mit der Verleihung des Bremer Literaturpreises.
Die Literarische Woche arbeitet sich häufig an einem Leitthema ab, zu dem sich die eingeladenen Autorinnen und Autoren direkt oder indirekt verhalten. So entsteht ein Festival, das nicht nur Bücher vorstellt, sondern gesellschaftliche Debatten literarisch verhandelt — von politischen Fragen bis zu existenziellen Themen.
Höhepunkt jeder Ausgabe ist die Verleihung des Bremer Literaturpreises, einer der traditionsreichsten Literaturauszeichnungen Deutschlands. Der Preis wird seit 1954 vergeben — anfangs als Rudolf-Alexander-Schröder-Preis, gestiftet 1953 zum 75. Geburtstag des Bremer Ehrenbürgers, Dichters und Übersetzers Rudolf Alexander Schröder (1878 bis 1962). Zu den frühen Preisträgern zählen Ingeborg Bachmann, Paul Celan und Ilse Aichinger. 1959 sorgte die Auszeichnung für einen Skandal, als der Senat sich weigerte, Günter Grass für Die Blechtrommel zu ehren; daraufhin wurde der Preis ab 1962 in alleiniger Verantwortung der eigens gegründeten Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung vergeben. Anders als viele Auszeichnungen würdigt er nicht das Lebenswerk, sondern ein einzelnes herausragendes Werk deutschsprachiger Literatur — ergänzt um einen Förderpreis für jüngere Stimmen. Preisträgerlesung und feierliche Verleihung im Rathaus gehören zu den zentralen Programmpunkten.
Bespielt werden Orte mitten in der Hansestadt im Land Bremen: die Zentralbibliothek, die Kulturkirche St. Stephani, das historische Rathaus und das Konzerthaus Die Glocke. Diese Verankerung in den Bremer Kulturinstitutionen macht die Literarische Woche zu einem festen Bestandteil des kulturellen Jahres der Stadt.
Zur 50. Ausgabe streitet die Literarische Woche unter dem Leitthema Freiheit: Alle eingeladenen Autorinnen und Autoren setzen sich direkt oder indirekt mit Un-Freiheit auseinander. Ehrengast ist Heinz Strunk, der den mit 25.000 Euro dotierten Bremer Literaturpreis für seinen Erzählband Kein Geld Kein Glück Kein Sprit erhält; der Förderpreis (6.000 Euro) geht an Kaleb Erdmann für den Roman Die Ausweichschule. Die Preisträgerlesung findet am 25. Januar 2026 in der Glocke statt, die Verleihung am 26. Januar 2026 in der Oberen Rathaushalle. Lesungen und Diskussionen verteilen sich über neun Tage auf verschiedene Kulturorte.
Die 50. Literarische Woche Bremen läuft vom 23. bis 31. Januar 2026 unter dem Leitthema Freiheit. Kuratiert von der Rudolf-Alexander-Schroeder-Stiftung, der Stadtbibliothek Bremen, Bremen Zwei und dem Magazin Bremen, setzen sich alle eingeladenen Autorinnen und Autoren direkt oder indirekt mit Un-Freiheit auseinander — gesellschaftlich, politisch und existenziell.
Zwischen Eröffnung und Abschluss verteilen sich neun Tage Lesungen, Diskussionen, Ausstellungen und Filmvorfuehrungen über die Bremer Kulturmeile — Zentralbibliothek, Kulturkirche St. Stephani, Rathaus, Die Glocke, Literaturhaus Bremen und Kukoon. Das vollstaendige Tagesprogramm steht auf stabi-hb.de.
Die Veranstaltungen finden an verschiedenen Orten der Bremer Innenstadt statt, darunter Zentralbibliothek, Kulturkirche St. Stephani, Rathaus und Die Glocke — alle gut mit dem ÖPNV erreichbar.
Für einzelne Lesungen und Veranstaltungen gelten gesonderte, meist moderate Eintrittspreise; einzelne Programmpunkte sind frei. Das Festival läuft über neun Tage.
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Zentralbibliothek, Kulturkirche St. Stephani, Rathaus, Die Glocke u.a.
Am Wall 201 (Stadtbibliothek, zentraler Ort) und weitere Spielstätten, 28195 Bremen