Zwölf Plätze, fünf Bühnen, eine Insel im Bodensee
Lindau am Bodensee ist eine der schönsten Inselstädte Süddeutschlands — und das Lindauer Stadtfest bringt das historische Inselzentrum einmal im Jahr zum Klingen, Tanzen und Schlemmen. Auf den zwölf Plätzen zwischen Hafen, Maximilianstraße und Reichsplatz, vor barocken Bürgerhäusern und mittelalterlichen Mauern, entfaltet sich ein Stadtfest, das sich seit 1982 fest in der Region etabliert hat und längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist.
Das musikalische Rückgrat bilden fünf Bühnen, die direkt vom Club Vaudeville Lindau organisiert werden — dem alternativen Kulturverein, der das Fest seit über vier Jahrzehnten trägt. Die Bühnen verteilen sich auf den Barfüßerplatz, die Gerberschanze, den Reichsplatz, die Römerschanze und den Maria-Ward-Innenhof. Jede Bühne hat ihr eigenes Profil — von Rock und Pop über Singer-Songwriter, World Music, elektronische Klänge bis hin zu lokalen Bands. Walking-Acts und mobile Musiker ziehen zwischen den Plätzen umher und verbinden die Bühnen zu einem durchgehenden Erlebnis.
Lindau ist eine internationale Stadt — und das spiegelt sich im kulinarischen Angebot des Stadtfests wider. Türkische, serbische, syrische, thailändische und indische Spezialitäten stehen neben regional-schwäbischer Küche. Das Konzept der Veranstalter ist explizit: ein Fest des herzlichen und interkulturellen Miteinanders. Die Botschaft „LOVE MUSIC, HATE FASCISM!" ist offizielles Motto — Rassisten, Provokateure und Störer sind nicht willkommen, das wird deutlich kommuniziert.
Der Club Vaudeville Lindau ist ein Phänomen: Seit über 40 Jahren betreibt der gemeinnützige Verein das alternative Kulturzentrum der Stadt und stemmt parallel jedes Jahr das Stadtfest. Die gesamte Veranstaltung wird ausschließlich aus dem Getränkeverkauf finanziert — kein Sponsoring, keine Werbeflächen, kein Eintritt. Das ist Bürgerkultur in Reinform: ehrenamtlich getragen, politisch klar positioniert, musikalisch breit aufgestellt.
Die Insel von Lindau, durch zwei Brücken mit dem Festland verbunden, ist ein gepflegtes Stück mittelalterlicher und barocker Stadtgeschichte: Das alte Rathaus mit seinen Fresken, der bayerische Löwe und der Leuchtturm am Hafen sind die Wahrzeichen. Beim Stadtfest treffen Einheimische auf Touristen aus Bayern, Baden-Württemberg, Vorarlberg und der Ostschweiz — das Bodensee-Vierländereck steht zusammen.
Die 42. Auflage des Lindauer Stadtfests öffnet am 11. Juli 2026 um 12 Uhr und läuft bis Mitternacht. Wie immer wird die gesamte Lindauer Insel zur Festmeile: Fünf Bühnen, zwölf Plätze und unzählige Walking-Acts machen das Stadtfest zu einem der größten Bürgerfeste am bayerischen Bodensee.
Das aktuelle Line-up wird nach und nach auf der Festival-Website veröffentlicht. Der Club Vaudeville pflegt traditionell eine kuratierte Mischung aus regional bekannten Bands, überregionalen Acts und experimentellen Newcomern — kein Mainstream-Festival, sondern ein Stadtfest mit klarer kultureller Handschrift.
Genaues Line-up wird auf stadtfest-lindau.de veröffentlicht.
Eintritt frei. Speisen und Getränke an den Festbetrieben. Empfehlung: Bargeld mitbringen, manche Stände bieten Kartenzahlung an, alle akzeptieren Bargeld.
Mit der Bahn bis Lindau-Insel oder Lindau-Reutin (gut angebunden aus München, Stuttgart, Zürich und Bregenz). Mit dem Auto: Parkhäuser am Festland, dann zu Fuß über die Brücken auf die Insel — die Insel selbst ist während des Fests autofrei.
Frei. Speisen und Getränke an den Ständen.
Wer früh kommt, ergattert noch einen Platz an der Hafenpromenade. Abendvorstellungen auf der Gerberschanze sind besonders beliebt — Zeit zum Schlendern einplanen.
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Lindauer Insel — 12 Plätze und 5 Bühnen
Alfred-Nobel-Platz, 88131 Lindau (Bodensee)