Europas Kunst-Festival zu Gast im Bandweberstädtchen
Das Lausitz Festival ist seit seiner Gründung 2020 zu einer der wichtigsten Kulturadressen des Ostens geworden. Vom 25. August bis 13. September 2026 bespielt es unter dem Leitmotiv «aufBruch» mehr als ein Dutzend Spielstätten in der gesamten Lausitz – von Görlitz über Cottbus, Weißwasser und Forst bis Zittau und Herrnhut. Eine dieser Spielstätten ist der traditionsreiche Rödersaal in Großröhrsdorf, einer Kleinstadt im Landkreis Bautzen, die ihren Namen der jahrhundertealten Bandweberei verdankt.
An drei Abenden – 10., 11. und 12. September 2026 – steht jeweils um 19:30 Uhr eine Arbeit unter der Regie des Schweizer Theatermachers Christoph Marthaler auf dem Programm. Marthaler gilt als einer der prägendsten Regisseure des deutschsprachigen Theaters; seine musikalisch-szenischen Abende verbinden Schauspiel, Gesang und absurden Humor. Dass eine Produktion von ihm in einem Saal der sächsischen Provinz Premiere feiert, ist programmatisch: Das Lausitz Festival setzt bewusst auf den Dialog zwischen Weltkunst und Region.
Das Festival, dessen Heimat das Görlitzer Festivalzentrum am Obermarkt ist, vereint Theater, Musiktheater, Kammerorchester (u. a. Kammerorchester Basel), Vokalensembles (u. a. Tenebrae Choir), Jazzkonzerte in der Brikettfabrik Louise sowie Lesungen, philosophische Gespräche und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Mit der Edition 2026 wird zudem ein neuer Kunstpreis eingeführt, dem zu jeder Verleihung ein eigens komponiertes Musikstück gewidmet ist.
Großröhrsdorf gilt als «Bandweberstadt» und blickt auf eine textile Tradition zurück, die bis ins 17. Jahrhundert reicht. Der Rödersaal war einst Versammlungsort der Weberzünfte und ist heute der zentrale Kulturort der Stadt. Wer das Festival hier besucht, erlebt nicht nur Spitzenkunst, sondern auch ein Stück lebendige Industriekultur der Oberlausitz.
Im Rahmen der Edition 2026 des Lausitz Festivals macht eine Produktion in der Regie von Christoph Marthaler Station im Rödersaal Großröhrsdorf. Das gesamte Festival läuft vom 25. August bis zum 13. September 2026 in über einem Dutzend Spielstätten der Lausitz – von Görlitz und Cottbus bis Weißwasser, Zittau und Herrnhut. Großröhrsdorf ist einer der Schwerpunkte des Theater- und Musiktheater-Programms 2026.
Parallel laufen an anderen Lausitz-Orten weitere Programmpunkte des Festivals: u. a. Hamlet mit Corinna Harfouch und Götz Schubert im Hangar 1 in Cottbus, Konzerte des Kammerorchesters Basel und des Vokalensembles Tenebrae Choir, Jazzabende in der Brikettfabrik Louise, Lesungen und Ausstellungen zeitgenössischer Kunst. Den vollständigen Spielplan findest du auf lausitz-festival.eu.
Bahn: Ab Dresden Hbf mit der S-Bahn oder Regionalbahn über Arnsdorf, dann Bus nach Großröhrsdorf. Auto: A4 (Abfahrt Pulsnitz oder Ohorn), Parkmöglichkeiten am Rödersaal.
Karten ab 36,00 € bei Reservix und im offiziellen Festivalbüro Görlitz.
Verbinde den Festivalbesuch mit einer Erkundung der Oberlausitzer Bandweberei oder einem Abstecher in das nahegelegene Pulsnitz, bekannt für die Pulsnitzer Pfefferkuchen.
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Rödersaal Großröhrsdorf