Pfingstwochenende der offenen Ateliers in Mecklenburg-Vorpommern
Drei Tage im Jahr verwandelt sich Mecklenburg-Vorpommern in eine offene Werkstatt: Kunst:Offen ist eine der ältesten und größten Initiativen für Atelierbesuche in Deutschland. Rund 1 000 Künstlerinnen und Künstler an etwa 500 Orten öffnen am Pfingstwochenende ihre Türen – vom Bauernhof-Atelier hinter Zingst bis zum Stadtmuseum Bergen, von Töpferwerkstätten in der Boddenlandschaft bis zu Bildhauer-Höfen im Hinterland von Greifswald.
Auf Rügen, der größten deutschen Insel, ist die Kunstszene erstaunlich dicht. Maler, die das Licht über der Boddenlandschaft seit Jahrzehnten festhalten, Keramikerinnen aus Putbus, Bildhauerinnen in Garz, Fotografen in Sassnitz und auf Mönchgut – sie alle laden über das Wochenende ein, ihnen über die Schulter zu schauen. In Bergen auf Rügen ist das Stadtmuseum traditionell ein Knotenpunkt, ergänzt durch private Ateliers wie das von Kathrin Thesenvitz. In Putbus öffnet der Circus 7 seine Pforten, in Garz sind über das Wochenende mehrere Höfe und Höfchen zu erleben.
Anders als bei einer kuratierten Ausstellung erlebst Du hier die Künstlerin oder den Künstler an seinem Arbeitsplatz – mit Staffelei, Brennofen oder Werkbank im Raum. Du kannst zuschauen, fragen und mitunter selbst Hand anlegen. Viele Ateliers bieten an Pfingsten zusätzliche Workshops an: Töpfern, Drucken, Malen, Schreiben. Das ist Kunst zum Anfassen, nicht zum Aufhängen.
Das Format wurde Anfang der 1990er Jahre in Mecklenburg-Vorpommern aufgegriffen und ist seither fester Bestandteil des Kulturkalenders des Bundeslandes. Pfingsten ist der ideale Termin: Saisonstart, lange Tage, das Wetter meistens schon strandtauglich, die Sommertouristen aber noch nicht in vollem Anschlag. Organisiert wird die Initiative landesweit vom Künstlerbund Mecklenburg und Vorpommern, koordiniert von Kulturregion zu Kulturregion durch lokale Tourismusverbände und Plattformen wie Gutes aus Vorpommern.
Im 2026er Atelierführer sind über 100 Adressen für die gesamte Region Vorpommern aufgeführt, davon ein deutlicher Schwerpunkt auf Rügen. Bergen auf Rügen ist mit dem Stadtmuseum und mehreren Privatateliers (u. a. Kathrin Thesenvitz) vertreten, Putbus mit dem Circus 7 und mehreren Werkstätten in der Klassizistenstadt, Garz und Umgebung mit Bauernhof-Ateliers und Hofläden.
Wie immer ist das Wochenende kostenlos. Die Künstlerinnen und Künstler freuen sich über echte Gespräche, gekaufte Werke und die Anmeldung zu Workshops, die teilweise direkt vor Ort stattfinden.
Beteiligte Orte und Werkstätten auf Rügen (Auswahl): Atelier Kathrin Thesenvitz in Bergen, Stadtmuseum Bergen, Circus 7 in Putbus, Bauernhof-Ateliers in Garz. Die vollständige Adressliste und eine Karte gibt es als Atelierführer zum Download über gutes-aus-vorpommern.de und kultur-mv.de.
Eintritt frei. Spenden, Werkkäufe und die Teilnahme an angebotenen Workshops sind die Hauptformen der Unterstützung. Workshop-Gebühren variieren von Atelier zu Atelier (typisch 10–50 € pro Stunde).
Bahn: ICE/RE bis Bergen auf Rügen Hbf, von dort die Insel mit Bus, Auto oder Fahrrad erkunden. Auto: B96 oder B196 nach Bergen, weiter über die Inselstraßen. Mit dem Fahrrad sind die kurzen Distanzen zwischen Bergen, Putbus und Garz gut machbar.
Kostenlos. Spenden und der Kauf von Werken vor Ort sind die wichtigste Unterstützung für die Künstlerinnen und Künstler.
Sa–Mo (Pfingstwochenende), jeweils 10–18 Uhr. Einzelne Ateliers weichen ab – im Atelierführer prüfen.
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