Inklusives Festival für unbequeme elektronische Musik in Berlin
Das Krake Festival wurde 2010 vom Berliner Label und Kollektiv Killekill gegründet und gehört zu den langlebigsten und eigenwilligsten Festivals der Berliner Clubkultur. Der Name ("Krake" — Oktopus) ist Programm: Mit vielen Armen greift das Festival in unterschiedlichste Ecken der elektronischen Musik und bespielt parallel mehrere Locations in Friedrichshain. Anders als die kommerziellen Open-Airs am Stadtrand bleibt Krake bewusst klein, kuratiert und unbequem.
Was Krake unterscheidet, ist die radikale Hinwendung zu Inklusion. Künstler:innen mit körperlichen, kognitiven oder psychischen Behinderungen treten gleichberechtigt auf der Bühne auf — nicht in einer Sonderschiene, sondern im regulären Line-up. Drag Syndrome, das weltweit erste Drag-Kollektiv mit Down-Syndrom aus London, eröffnete 2024 die Festivalwoche. Berliner Acts wie Für Elise (aus dem inklusiven Musikprojekt "Ick Mach Welle!") sind regelmäßig dabei. Das Festival fragt offensiv: Warum stehen so wenige Künstler:innen mit Behinderung auf den Berliner Clubbühnen?
Stilistisch decken die Acts ein weites Feld ab: harter Techno und Acid (Anthony Rother, Minimum Syndicat), experimenteller Elektro, Industrial, EBM, Noise, Drone, Live-Modular. Wer auf bequemes House oder vorhersagbares Tech-House kommt, ist hier falsch — Krake legt Wert auf das Sperrige, das Unfertige, das Politische.
Bespielt werden in wechselnder Konstellation Berghain, Panorama Bar, Säule und ://about blank — alle vier in Friedrichshain bzw. unmittelbar an der Grenze zu Kreuzberg. Berghain steht meist für die Eröffnung mit Konzert-Setting (Bestuhlung, Bühne), ://about blank für die langen Sonntags-Open-Airs unter Bäumen, die manchmal bis Mitternacht laufen. Foto- und Videoverbot überall.
Krake gehört in den Reigen der politisch ambitionierten Berliner Festivals — neben dem CTM, Pop-Kultur und Wassermusik. Während andere Festivals globale Headliner bündeln, bleibt Krake im Lokalen und Subkulturellen verankert. Wer die Berliner Clubkultur jenseits der Touristenpfade verstehen will, kommt hier richtig an.
Krake 2026 wird voraussichtlich wieder in der zweiten Junihälfte stattfinden — das Festival folgt seit Jahren diesem Rhythmus, eingeklemmt zwischen Fête de la Musique und dem Berliner Sommerloch. Die Killekill-Crew kündigt erfahrungsgemäß zuerst ein Datum an, dann tröpfeln Line-up-Drops auf Instagram und Soundcloud, bevor der Vorverkauf etwa sechs Wochen vor Festivalbeginn startet.
Wer den Vorverkauf nicht verpassen will, abonniert die Mailing-Liste über krake-festival.de oder folgt @killekill auf Instagram. Tickets sind regelmäßig schnell weg, besonders für die Berghain-Eröffnung.
Das Programm 2026 ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht veröffentlicht. Strukturell folgt Krake einem festen Schema:
Sobald das Datum und die ersten Acts bestätigt sind, werden sie hier eingepflegt. Erwartet werden Berliner Stammgäste der Festivalmarken Killekill, Klakson und O*RS sowie internationale Acts aus dem dunklen Techno-, Industrial- und Experimentalspektrum.
Tickets werden im Frühjahr 2026 angekündigt. Erfahrungsgemäß zwischen 20 € (Einzelnacht about blank) und 30 € (Berghain-Eröffnung). Wochenendpass ggf. verfügbar.
Berghain: S-Bahn Ostbahnhof. ://about blank: S Ostkreuz. Beide Locations in Friedrichshain (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg).
Einzeltickets ab 20–30 €, Wochenend- und Festivalpässe verfügbar. Vorverkauf über RA und Berghain.
Strenge Türpolitik (Berghain), keine Fotos/Videos im Club, 18+. Krake ist ausdrücklich Safer Space — Awareness Team vor Ort.
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Berghain & ://about blank (variabel)
Markgrafendamm 24c, 10245 Berlin