Komplett ehrenamtliches, kostenfreies Kulturfestival in Bamberg – 20. Jubiläumsausgabe 2026
Seit 2005 organisiert ein ehrenamtliches Plenum aus Künstler:innen, Kulturschaffenden und Bürger:innen das kontakt – das Kulturfestival in Bamberg. Aus einer Initiative für mehr Freiräume für Subkultur hat sich über zwei Jahrzehnte hinweg eines der größten kostenfreien Kulturfestivals Bayerns entwickelt. Jährlich kommen rund 20.000 Besucher:innen – ein Erfolg, der angesichts des vollständig ehrenamtlichen Organisationsmodells beachtlich ist.
Schauplatz ist das Metalluk-Gelände im Bamberger Stadtgebiet – eine ehemalige Industriefläche, die jährlich für vier Tage in einen Festivalraum transformiert wird: mit mehreren Bühnen, Kunst-Installationen, einer Performance-Fläche, einem Workshop-Bereich und einer Gastro-Zone. Das Festival kämpft seit Jahren um den langfristigen Erhalt des Geländes; nach einer Vereinbarung mit der Stadt Bamberg ist die Durchführung 2026 gesichert.
Das kontakt versteht sich als bewusst breit aufgestelltes Kulturprojekt – keine Festlegung auf ein Genre. Auf dem Programm 2026 stehen:
Zu den lokalen Bands, die das Festival in den letzten Jahren gespielt haben, gehören u. a. Pippa, Schmitts Katze, Paralyzed, Sorah und Fatigue.
Das Motto der Jubiläumsausgabe 2026 ist programmatisch: ein Rückblick auf 19 vergangene Auflagen, Spielorte und Mottos – kombiniert mit einer „Tür für die Zukunft". Das Festival nimmt seine eigene Geschichte ernst und macht sie zum Gegenstand des Programms: Workshops zur Geschichte des Festivals, Ausstellungen zu früheren Spielorten, Reflexionsformate zu kulturpolitischen Fragen.
Das kontakt funktioniert ohne kommerzielle Sponsoren-Hauptlinie. Der Eintritt ist frei, das Festival lebt von Spenden, Getränkeverkauf und ehrenamtlicher Arbeit. Damit setzt es ein bewusstes Zeichen gegen die Kommerzialisierung der Festivallandschaft. Auf der Website heißt es: „Das kontakt entsteht leider nicht durch Zauberei, sondern durch ungenutzten Raum und ehrenamtlich investierte Zeit."
Bamberg, UNESCO-Welterbestadt im oberfränkischen Maintal, ist Sitz von Universität, Erzbistum und zahlreichen kulturellen Institutionen. Mit rund 78.000 Einwohner:innen ist die Stadt überschaubar – das kontakt hat über zwei Jahrzehnte hinweg eine spezifische Bamberger Subkultur-Identität geprägt, die sich von der bayerischen Bierfest-Tradition deutlich abgrenzt.
Nach kurzzeitiger Unsicherheit um den langfristigen Erhalt des Metalluk-Geländes wurde 2025 ein Kompromiss zwischen dem Festival-Plenum und der Stadt Bamberg geschlossen, der die Durchführung der 20. Auflage 2026 absichert. Das Festival bedankt sich auf seiner Webseite ausdrücklich bei den Unterstützer:innen.
An vier Tagen bespielt das Festival mehrere Bühnen und Programmzonen: Hauptbühne, elektronische Bühne (DJs), Theater-/Performance-Zelt, Kunst-Pfad mit Installationen, Workshop-Bereich, Vortrags- und Diskussionsformate. Die genaue Tageseinteilung wird über die Webseite und Social Media bekanntgegeben.
Das Motto „kontakt durch Raum und Zeit" wird in Sonderformaten reflektiert – Ausstellungen zu früheren Spielorten, Re-Performances von Klassiker-Acts früherer Auflagen, kulturpolitische Diskussionen zum Erhalt freier Kulturräume. Eine separate (administrative) Nutzung des Geländes geht bis 25. Mai – das öffentliche Programm endet jedoch am Sonntag, 24. Mai 2026.
Stand Frühjahr 2026 ist das vollständige Lineup noch in Veröffentlichung. Aufruf an Künstler:innen lief bis zum 3. Dezember 2025. Strukturelle Programmbestandteile (basierend auf den Vorjahres-Auflagen):
Aktuelles Programm und Tagesplan: kontakt-bamberg.de und @kontakt_das_kulturprojekt auf Instagram.
Metalluk-Gelände, Bamberg. Mit dem Zug: Bamberg Hbf (ICE-Anschluss aus München, Berlin, Frankfurt), vom Bahnhof mit Bus oder zu Fuß ca. 20 Min. Mit dem Auto: A70 (Ausfahrt Bamberg).
Kostenfrei. Spenden zur Unterstützung des Plenums sehr willkommen. Speisen und Getränke an den Festival-Ständen.
Das kontakt sucht jährlich Künstler:innen (Bands, DJs, Solo-Acts, Tanz, Theater, Performance), Vortragende, Workshop-Leitende und Volunteers für Auf-/Abbau und Festivalbetrieb. Aufrufe erfolgen über die Website und Instagram-Kanal @kontakt_das_kulturprojekt.
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