Bachs Köthen wird zur Bühne — zehn Tage Barockmusik
Zwischen 1717 und 1723 war Johann Sebastian Bach Kapellmeister am Hof des Fürsten Leopold von Anhalt-Köthen. Hier, in der kleinen Residenzstadt zwischen Dessau und Halle, schrieb er die Brandenburgischen Konzerte, die Cellosuiten, die Violinsonaten und große Teile des frühen Wohltemperierten Klaviers. Bach selbst nannte die Köthener Jahre später seine „glücklichste Zeit”.
Die Köthener Bachfesttage feiern seit 1935 dieses Erbe in jährlichem Rhythmus. Spielorte sind die Schlosskirche St. Jakob, der Spiegelsaal des Schlosses, die St. Agnus-Kirche und weitere historische Räume Köthens. 2026 stehen rund 40 Veranstaltungen im Programm — unter dem Motto „Gemeinschaft”.
„Rund 40 Veranstaltungen zeigen in vielfältigen Formaten, dass jede Stimme zählt” — so formulieren es die Veranstalter selbst. Das Motto ist programmatisch: Bach geht es in Köthen oft um das Wechselspiel zwischen Solist und Ensemble, zwischen einzelner Stimme und großem Ganzen. 2026 wird dieser Gedanke besonders herausgearbeitet — von kammermusikalischen Bach-Programmen über Schulprojekte (200 Kinder spielen mit Profis) bis zu interreligiösen Begegnungen.
Zu den herausragenden Programmpunkten zählen:
Köthen (Anhalt) ist eine Mittelstadt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt, zwischen den ehemaligen anhaltischen Residenzen Dessau und Bernburg gelegen. Das Schloss Köthen ist das größte erhaltene Renaissanceschloss des ehemaligen Fürstentums Anhalt-Köthen — und seit Bachs Zeit Hauptspielort der Bachfesttage. Auch die Hahnemann-Stadt: Hier lebte und wirkte der Begründer der Homöopathie, Samuel Hahnemann.
Die Ausgabe 2026 der Köthener Bachfesttage ist die vollständigste Programm-Auflage der letzten Jahre. Zehn Tage, 40 Veranstaltungen, das Motto „Gemeinschaft”. Eröffnet wird am Mittwoch, 2. September, mit einem Konzert von Miriam Feuersinger (Sopran) und dem Köthener BachCollektiv in der St. Agnus-Kirche — zentrale Bach-Werke des Komponisten in der Kirche, an der Bach selbst Konzertdienste verrichtete.
Höhepunkt ist der Cello-Zyklus am 5. und 6. September: Jean-Guihen Queyras, einer der profiliertesten Cellisten unserer Zeit, spielt sämtliche sechs Bach-Solosuiten in zwei aufeinanderfolgenden Abenden. Daneben gibt es Klavierabende mit Alexander Melnikov, einem Bach-Spezialisten an Tasteninstrumenten und Hammerklavier.
Vollständige Programmübersicht und Tickets über bachfesttage.de und bachfesttage.reservix.de.
Bahn: Köthen Hbf mit ICE-Anschluss (Magdeburg–Halle–Leipzig). Vom Bahnhof zum Schloss ca. 10 Min. zu Fuß. Auto: A9 Abfahrt Köthen, A14 Abfahrt Schkopau, dann B6.
Vorverkauf über bachfesttage.reservix.de. Einzelkonzerte ab etwa 15 €, Spitzenkonzerte (Queyras, Melnikov) etwa 35-55 €.
Spielorte alle in der Altstadt fußläufig erreichbar. Schloss Köthen mit Spiegelsaal, Schlosskirche St. Jakob, St. Agnus-Kirche. Programm-Pakete und Familien-Karten verfügbar.
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Schloss Köthen, St. Agnus-Kirche, Spiegelsaal
Schloßplatz 4, 06366 Köthen (Anhalt)