Theater- und Literaturfestival rund um Heinrich von Kleist in seiner Geburtsstadt — seit 1991
Heinrich von Kleist (1777–1811) gilt als einer der radikalsten Dramatiker der deutschen Sprache. Geboren wurde er in Frankfurt (Oder) — der Hafenstadt an der polnischen Grenze, die heute Teil des Landes Brandenburg ist. Seit 1991 würdigen die Kleist-Festtage diesen literarischen Wegbereiter mit einem Festival, das künstlerische Forschung und Geburtshausbesuch in eins fasst. Vom 6. bis 11. Oktober 2026 öffnet die Stadt wieder ihre Bühnen für Kleist und seine zeitgenössischen Nachfahren.
Trägerinnen des Festivals sind das Kleist Forum am Platz der Einheit 1 — die zentrale Theaterspielstätte Frankfurts — und das Kleist-Museum in der Faberstraße, das einzige Literaturmuseum, das einem deutschsprachigen Dramatiker gewidmet ist. Während im Kleist Forum große Produktionen aus dem In- und Ausland gastieren, finden im Museum Lesungen, Vorträge und intime Gespräche statt. Die Verzahnung beider Häuser ist das Markenzeichen der Festtage.
Im Zentrum der Festtage steht traditionell die Verleihung des Kleist-Förderpreises für junge Dramatik. Der mit 10 000 € dotierte Preis garantiert eine Uraufführung am Kleist Forum. Für 2026 wurde Kaleb Erdmann für sein Stück „Debritz“ ausgezeichnet — eine Wahl, die das Festival einmal mehr als Sprungbrett für die deutschsprachige Dramatik bestätigt. Seit 1996 wird der Preis vergeben, viele heutige Größen des Stadttheaters und der freien Szene begannen ihre Karriere mit dieser Auszeichnung.
Das Festival arbeitet mit der Dramaturgischen Gesellschaft zusammen und programmiert jedes Jahr Produktionen, die in einen lebendigen Dialog mit Kleists Werk treten — von „Penthesilea“ und „Prinz Friedrich von Homburg“ über „Michael Kohlhaas“ bis zu den Erzählungen wie der „Marquise von O…“. Internationale Gastspiele, Diskussionen über Theater im 21. Jahrhundert und Beiträge der freien Szene gehören ebenso zum Programm wie Schulkooperationen mit dem brandenburgischen und polnischen Umland.
Frankfurt (Oder) liegt direkt an der polnischen Grenze, getrennt nur durch die Stadtbrücke nach Słubice. Diese Doppelstadt-Lage prägt auch die Kleist-Festtage: zahlreiche deutsch-polnische Kooperationen, Übertitelungen, Begegnungen mit polnischen Theatern. Wer das Festival besucht, sollte daher auch einen Spaziergang über die Oder in Erwägung ziehen — und sich auf die seltene Mischung aus Provinzhauptstadt, Grenzland und intellektuellem Hotspot einlassen.
Sechs Tage lang verwandeln sich Kleist Forum und Kleist-Museum in das deutschsprachige Zentrum der Kleist-Forschung und -Inszenierung. Erwartet werden Eigenproduktionen, internationale Gastspiele, Diskussionen und die Verleihung des Kleist-Förderpreises 2026. Das detaillierte Programm wird auf kleistfesttage.de veröffentlicht.
Träger 2026 ist Kaleb Erdmann für „Debritz“. Der Preis ist mit 10 000 € dotiert und garantiert eine Uraufführung am Kleist Forum.
Vollständiges Tagesprogramm und Tickets unter kleistfesttage.de/programm.
Kleist Forum: Platz der Einheit 1, 15230 Frankfurt (Oder). Per Bahn mit RE1 von Berlin direkt in ca. 1 Stunde. Per Auto über die A12. Kleist-Museum: Faberstraße 7, 15230 Frankfurt (Oder).
Tickets je nach Produktion. Spezielle Tarife für Schülerinnen, Schüler, Studierende und Gruppen. Vorverkauf über das Kleist Forum.
Bund, Land Brandenburg, Stadt Frankfurt (Oder), rbb, Antenne Brandenburg, radioeins.
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Kleist Forum / Kleist-Museum
Platz der Einheit 1, 15230 Frankfurt (Oder)