Traditionelle Dorfkirchweih mit Kerwa-Baum und Schlachtschüssel
Die Neunkirchener Kerwa (Landkreis Miltenberg, Unterfranken) ist ein klassisches Beispiel der fränkischen Kerwa-Tradition: ein dörfliches Kirchweihfest, das in der Pfarrscheune und an den umliegenden Plätzen mit überschaubarem Programm aber großer kultureller Tiefe gefeiert wird. Die Gemeinde Neunkirchen (Unterfranken) — nicht zu verwechseln mit Neunkirchen am Brand in Mittelfranken — umfasst die Hauptortschaft sowie die Ortsteile Richelbach und Umpfenbach, mit insgesamt etwa 1 500 Einwohnern eine der kleineren Gemeinden im Landkreis Miltenberg.
Neunkirchen wurde erstmals 1232 urkundlich erwähnt, gehörte über Jahrhunderte zum Kurfürstentum Mainz und galt als wohlhabende Bauern-Gemeinde am östlichen Rand des heutigen Landkreises Miltenberg. Die Kerwa hat hier eine lange Tradition als Patrozinium der örtlichen Pfarrkirche und gleichzeitig als gesellschaftlicher Höhepunkt des Herbsts.
Höhepunkt des Festsamstags ist das Aufstellen des Kerwa-Baums um 17 Uhr — ein traditioneller fränkischer Brauch: ein hoher Maibaum-ähnlicher Stamm wird in der Dorfmitte aufgerichtet, oft mit Krone, Bändern und Wimpeln geschmückt. Der Kerwa-Baum bleibt für die Dauer der Kirchweih stehen und wird am Festende rituell wieder entfernt.
Eine besondere Spezialität ist die Schlachtschüssel, die nach dem Aufstellen des Kerwa-Baums in der Pfarrscheune serviert wird: Bratwurst, Wellfleisch, Kraut, Knödel und Bier nach traditionellem Rezept — Fleisch aus regionaler Schlachtung, von der örtlichen Metzgerei zubereitet. Die Pfarrscheune, ein historisches Wirtschaftsgebäude der Pfarrei, ist für solche Festanlässe zum Veranstaltungssaal umgebaut.
Am Festsonntag öffnet die Pfarrscheune erneut von 13 bis 23 Uhr. Festgottesdienst am Vormittag, Frühschoppen mit Blasmusik am Mittag, am Nachmittag und Abend gemütlicher Ausklang mit der Dorfgemeinschaft. Die Kerwa ist überschaubar — kein großes Volksfest mit Fahrgeschäften, sondern ein dörfliches Vereinsfest mit hoher Authentizität.
Die Kerwa läuft am Samstag, 10. Oktober und Sonntag, 11. Oktober 2026 in der Ortsmitte Neunkirchen. An beiden Tagen ist die Pfarrscheune von 13 bis 23 Uhr geöffnet.
Das traditionelle Programm folgt der bewährten Dramaturgie: Samstagnachmittag das öffentliche Aufstellen des Kerwa-Baums mit Beteiligung der gesamten Dorfgemeinschaft, anschließend Schlachtschüssel und Festabend. Sonntag mit Festgottesdienst, Frühschoppen mit Blasmusik und gemütlichem Ausklang.
Eintritt frei. Schlachtschüssel, Speisen und Getränke zu fairen Preisen.
Mit dem Auto über die A3 (Abfahrt Marktheidenfeld) und Landstraßen. Die nächstgrößere Stadt ist Miltenberg (rund 15 km). Mit der Bahn bis Bürgstadt oder Klingenberg und Anschlussbus.
Frei. Schlachtschüssel und Getränke zu fairen Preisen.
Verbinden Sie den Festbesuch mit einem Spaziergang im benachbarten Spessart oder einer Tour entlang des Mains durch das malerische Miltenberger Stadtgebiet.
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Pfarrscheune und Ortsmitte Neunkirchen (Unterfranken)
Pfarrscheune Neunkirchen, 63930 Neunkirchen