Späte fränkische Kirchweih am Totensonntag mit satirischer Kerwa-Predigt der Dorfjugend
Die Kirchweih Großeibstadt – fränkisch Kerwa – ist eine der spätesten Kirchweihen Frankens überhaupt: Sie wird traditionell am Wochenende des Totensonntags gefeiert, also eine Woche vor dem ersten Advent. Damit fällt sie 2026 auf den 21. und 22. November 2026 (Totensonntag 2026: 22. November). Veranstaltungsort ist der Dorfplatz der unterfränkischen Gemeinde Großeibstadt im Landkreis Rhön-Grabfeld (Bayern), nahe der hessisch-thüringischen Grenze.
Das Herzstück der Kerwa Großeibstadt ist die satirische Kirchweihpredigt. Über das Jahr sammelt die Dorfjugend (16–20 Jahre), gelegentlich auch ältere Burschen, Anekdoten und kuriose Ereignisse aus dem Dorfleben. Am Samstagnachmittag um 15:00 oder 16:00 Uhr trägt die Kerwa-Jugend diese gesammelten Begebenheiten in Form einer Kirchweihpredigt auf dem Dorfplatz vor – eine fränkische Ortstradition, die das Jahr satirisch revue passieren lässt.
Während der Kirchweihpredigt zieht die Großeibstädter Musikkapelle die Kirmesgesellschaft in Form eines Umzugs durch das Dorf: Die Mädchen sitzen auf einem geschmückten Leiterwagen, die Burschen gehen in alten Anzügen mit bändergeschmückten Hüten daneben her. Die Frauen tragen Landtracht-Kleider, die Männer Vintage-Anzüge mit Bänder-geschmückten Hüten.
Am Samstagabend findet der traditionelle Kirchweihball statt – die jüngere Generation tanzt zu Schlager und Volksmusik, die ältere Generation pflegt das Gespräch in geselligen Runden. Ergänzt wird das Festwochenende durch das Schafkopf-Spielen am Montagnachmittag (klassisches bayerisches Kartenspiel) und einen weiteren typischen Brauchtumselement, den „Kirmes-Schulz" – eine Figur, die aus der Nachbargemeinde Wolfmannshausen übernommen wurde.
Eine Besonderheit Großeibstadts: In den 1960er Jahren nahm die Gemeinde Vertriebene aus Thüringen auf. Bis heute prägt diese Geschichte das Brauchtum der Kerwa – fränkische und thüringische Elemente verschmelzen zu einer eigenen, regional einzigartigen Mischung.
Großeibstadt ist eine Gemeinde mit rund 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern im Landkreis Rhön-Grabfeld (Unterfranken, Bayern), an der Grenze zu Thüringen. Die Kerwa ist eines der wenigen Feste, die im November stattfinden – die meisten fränkischen Kirchweihen liegen früher im Herbst – und damit ein abschließender Höhepunkt vor der Adventszeit.
Da Totensonntag 2026 auf den 22. November fällt, wird die Großeibstädter Kerwa am Wochenende 21./22. November 2026 gefeiert. Das Programm folgt der seit Generationen gewachsenen Dramaturgie: Samstagnachmittag Kirchweihpredigt mit Jahresrückblick, Leiterwagen-Umzug, Musikkapelle, abends Kirchweihball, Sonntag Festgottesdienst und Familienprogramm.
Die Jugend Großeibstadts (16–20 Jahre und älter) sammelt das ganze Jahr über Begebenheiten, Anekdoten und Kuriositäten aus dem Dorf – und trägt sie am Kirchweih-Samstag als satirische Predigt vor. Es ist eine fränkische Ortstradition, die Dorfgeschichte humorvoll und kritisch konserviert.
Dorfplatz Großeibstadt, 97633 Großeibstadt. Mit dem Auto über die A71 (Ausfahrt Bad Königshofen oder Mellrichstadt). Mit Bahn nach Bad Neustadt oder Mellrichstadt, dann Bus oder Taxi.
Eintritt zum Dorfplatz frei. Kirchweihball am Samstagabend mit Eintritt (üblicherweise wenige Euro). Speisen und Getränke an Vereinsständen.
Dorfplatz mit Bühne für die Kirchweihpredigt, Leiterwagen-Umzug, Musikkapelle, Vereinsstände, Festsaal für den Kirchweihball, geselliges Beieinander.
Gemeinde Großeibstadt / Verwaltungsgemeinschaft Saal, Tel. 09762 9100-0, [email protected]
Noch keine Fotos. Teile deine!
Max. 5 Fotos, 5 MB pro Foto (JPG, PNG, WebP)
Hilf uns, diesen Eintrag aktuell zu halten. Jeder Vorschlag wird von unserem Team vor der Veröffentlichung geprüft.
Noch keine Bewertung — sei der oder die Erste!
Noch keine Kommentare. Sei der oder die Erste!
Teile deine Erfahrung mit der Community.
Reserva tu tren o autobús para llegar a Kerwa Großeibstadt al mejor precio.
Gesponserter Link