Afrikas Kulturen und politische Debatten am Hauptbahnhof
Das KeNaKo Afrika Festival wird vom Afrika Medien Zentrum e.V. seit über einem Jahrzehnt in Berlin organisiert und zählt zu den profiliertesten Afrika-Festivals im deutschsprachigen Raum. Der Name KeNaKo stammt aus dem isiZulu und steht für „das ist es“ – ein Aufruf, die afrikanische Wirklichkeit in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen, jenseits der medialen Klischees.
Das Festival verbindet drei Dimensionen, die in Berlin selten an einem Ort zusammenkommen:
Seit 2025 findet das Festival am Washingtonplatz direkt am Berliner Hauptbahnhof statt – einem der zentralsten Plätze der Stadt zwischen Mitte und Tiergarten. Damit hat das KeNaKo eine deutlich höhere Sichtbarkeit als an früheren Standorten am Alexanderplatz und erreicht bewusst auch Passant:innen, die nicht gezielt für ein Afrika-Festival anreisen.
Das KeNaKo versteht sich ausdrücklich als politisches Festival. Im Mittelpunkt stehen jährlich wechselnde Schwerpunkte rund um die Beziehungen zwischen dem Globalen Norden und Afrika: postkoloniales Erbe, Klima, Migration, Konflikte und ihre kolonialen Wurzeln. Das Festival wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und weiteren Institutionen gefördert.
Der Eintritt ist frei. Damit ist das KeNaKo besonders niedrigschwellig zugänglich und wird über zehn Tage hinweg von vielen Berliner:innen mehrfach besucht.
Das KeNaKo Afrika Festival 2026 stellt das Motto „Frieden in Zeiten globaler Kriegsführung“ in den Mittelpunkt. Der Veranstalter macht damit auf eine asymmetrische mediale Aufmerksamkeit aufmerksam: Während europäische Konflikte breit berichtet werden, finden Kriege und Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent in deutschen Medien weniger Sichtbarkeit – obwohl Millionen Menschen von Gewalt, Vertreibung und Hunger betroffen sind.
Das Festival läuft über zwei Wochenenden plus die Woche dazwischen. Tagsüber öffnet der Markt am Washingtonplatz; auf der Hauptbühne wechseln sich Live-Konzerte, Tanz- und Theateraufführungen ab. Begleitend laufen Workshops, Filmscreenings und Lesungen unter dem Schwerpunkt Globales Lernen – ein zentraler bildungspolitischer Strang des Festivals.
Auf dem Markt verkaufen rund Dutzende von Aussteller:innen handgemachte Kunst, Kleidung, Kosmetik und Schmuck aus allen Regionen Afrikas, dazu kulinarische Spezialitäten – von westafrikanischen Curries bis zu äthiopischer Injera. Viele Stände werden von afrikanischen Diasporagemeinschaften in Berlin und Brandenburg betrieben.
Das vollständige Tagesprogramm 2026 wird auf kenako-festival.de veröffentlicht. Grundstruktur:
Genaue Künstlernamen, Workshop-Themen und Zeiten siehe offizielles Programmheft sowie berlin.de.
S+U Berlin Hauptbahnhof (S3, S5, S7, S9, U5, mehrere Buslinien und Trams) – Washingtonplatz direkt am Nordausgang.
Eintritt frei. Spenden zur Unterstützung des Festivals willkommen.
Afrika Medien Zentrum e.V., gefördert durch BMZ und weitere Institutionen.
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Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof, Mitte
Washingtonplatz, 10557 Berlin