30 Jahre Jazz an der deutsch-polnischen Grenze
Görlitz, die östlichste Stadt Deutschlands und gemeinsam mit dem polnischen Zgorzelec eine grenzüberschreitende Europastadt, ist seit drei Jahrzehnten Heimat eines der eigenwilligsten Jazzfestivals Deutschlands. Statt eine Hauptbühne über wenige Tage zu bespielen, ziehen sich die Jazztage Görlitz über einen ganzen Monat — und nutzen dabei systematisch außergewöhnliche Spielstätten in der gesamten Oberlausitz.
Das Konzept der Jazztage ist klar: Der Ort macht das Konzert. Eine Pianomanufaktur in Löbau, ein evangelisches Kirchenschiff in Rauschwalde, das frühklassizistische Schloss in Berthelsdorf, der UNESCO-geschützte Fürst-Pückler-Park in Bad Muskau oder ein Industrieclub wie das NOSTROMO und die RABRYKA in Görlitz — jede Location erzählt eine eigene Geschichte und prägt den Klang des jeweiligen Konzerts. So entsteht ein Festival, das nicht nur Musik liefert, sondern auch ein architektonisch-landschaftliches Reiseprogramm in den Landkreis Görlitz.
Künstlerisch positionieren sich die Jazztage zwischen zeitgenössischem europäischen Jazz und experimentellen Crossover-Projekten. Headliner und Newcomer wechseln sich ab, Solokonzerte stehen neben Bigband-Programmen. Mit dem Bundesjazzorchester als Abschluss-Highlight am Gerhart-Hauptmann-Theater Görlitz setzt das Festival ein klares Bekenntnis zur Nachwuchsförderung. Akkordeonist Vincent Peirani, Saxophonist Emile Parisien, Bassistin Kinga Głyk und Komponist Tim Garland gehören zur internationalen Spitzenklasse, die hier regelmäßig zu Gast ist.
Mit Konzerten in Zgorzelec (Polen) verstehen sich die Jazztage als Brückenbauer. Die deutsch-polnische Programmgestaltung passt zur Europastadt-Identität von Görlitz und macht das Festival zu einem Schaufenster der jüngeren mitteleuropäischen Jazzszene zwischen Berlin, Warschau und Prag.
Die Jubiläumsausgabe bewahrt das bewährte Format: ein Monat Jazz, neun handverlesene Konzerte, ungewöhnliche Spielstätten. Auftakt am 8. Mai 2026 ist Athina Kontous Quartett im Miejski Dom Kultury Zgorzelec — eine bewusste Setzung für die grenzüberschreitende Programmlinie.
Die Auswahl der Künstlerinnen und Künstler 2026 zeigt das Profil der Jazztage: zeitgenössischer europäischer Jazz mit Schwerpunkt auf Solo- und Kammerformaten, ergänzt um eine prominente Bigband-Produktion zum Festivalabschluss.
Tickets, Saalpläne und aktuelle Programmänderungen finden sich auf jazztage-goerlitz.de.
Görlitz ist über die A4 (Abfahrt Görlitz) und per Bahn (RE/IC von Dresden) erreichbar. Die Spielstätten in Bad Muskau (rund 50 km nordöstlich), Berthelsdorf, Löbau und Zgorzelec werden in eigener Anreise bedient.
Tickets pro Konzert auf der Website jazztage-goerlitz.de erhältlich. Festivalpass auf Anfrage.
Görlitz: Kunsthalle Wilhelmsplatz, Ev. Christuskirche Rauschwalde, NOSTROMO, RABRYKA, Gerhart-Hauptmann-Theater. Auswärts: Bad Muskau (Fürst-Pückler-Park), Berthelsdorf (Zinzendorf-Schloss), Zgorzelec (Miejski Dom Kultury), Löbau (Pianomanufaktur August Förster).
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Verschiedene Spielstätten in Görlitz, Bad Muskau, Berthelsdorf, Zgorzelec und Löbau
Kunsthalle Wilhelmsplatz und weitere Spielstätten, 02826 Görlitz