Neun Sommerfreitage mit internationalen Organist:innen an der Sauer-Orgel des Berliner Doms
Der Berliner Dom am Lustgarten in Berlin-Mitte ist die größte protestantische Kirche Deutschlands und eine der prachtvollsten Beispiele der wilhelminischen Architektur. 1905 fertiggestellt von Julius Raschdorff im Auftrag Kaiser Wilhelms II., versank er im Krieg in Trümmern und wurde erst in den 1980er- und 1990er-Jahren vollständig restauriert. Heute ist er Pfarrkirche, Begräbnisstätte der Hohenzollern, Konzerthalle und Touristenmagnet zugleich — und Heimat einer der wichtigsten Orgeln Deutschlands.
Die Sauer-Orgel des Berliner Doms ist ein Meisterwerk deutscher Orgelbaukunst. 7 269 Pfeifen, verteilt auf 113 Register, werden vom historischen pneumatischen Spieltisch von 1905 aus angesteuert — eine technische Rarität, denn die meisten Großorgeln dieser Größe wurden im 20. Jahrhundert auf elektrische Trakturen umgebaut. Erbaut von Wilhelm Sauer aus Frankfurt (Oder), gilt sie als eine der wichtigsten symphonischen Orgeln Europas. Ihr Klangbild — breit, voll, mit massiver Pedalkraft und subtilen Streichern — eignet sich gleichermaßen für Bach und Reger, für Franck und Vierne, für Messiaen und zeitgenössische Improvisation.
Der Internationale Orgelsommer im Berliner Dom wurde 2006 ins Leben gerufen. Seither lädt der Dom jedes Jahr im Juli und August an neun Freitagabenden um 20 Uhr internationale Organist:innen ein — von etablierten Konzertsolist:innen bis zu aufstrebenden Talenten. Die Programme sind thematisch zugespitzt: Mozart und Universum, Bach und Messiaen, Symphonisches und Fantastisches, Himmels-Clavier. 2026 läuft die 21. Ausgabe mit Organist:innen aus Deutschland, Frankreich, Polen, Norwegen, Japan und der Schweiz. Eine Videoprojektion des Organisten am Spieltisch wird während des Konzerts gezeigt — sodass das Publikum, das normalerweise nur die Orgel hört, auch das Spiel sehen kann.
Im Bundesland Berlin ist der Orgelsommer Teil eines breiten klassischen Sommerangebots — neben dem Musikfest Berlin (September), Classic Open Air am Gendarmenmarkt (Juli), den Festspielen im Schloss Charlottenburg und dem Orgelsommer in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Wer das ganze Spektrum erleben möchte, kann sich mit einer Berliner Klassikkarte im Hochsommer einen kompletten Konzertreise-Marathon zusammenstellen.
Vom 3. Juli bis zum 28. August 2026 lädt der Berliner Dom jeden Freitag um 20 Uhr zum Orgelkonzert ein. Neun internationale Organist:innen bespielen die Sauer-Orgel — fünf Konzerte im Juli, vier im August. Jedes Programm ist thematisch zugespitzt und vom jeweiligen Solisten zusammengestellt. Eine Videoprojektion des Organisten am pneumatischen Spieltisch von 1905 macht das Spiel sichtbar — eine Besonderheit, die das Konzert von einem reinen Hörerlebnis zu einem audiovisuellen Konzerterlebnis erhebt. Das Festival ist seit 2006 fest im Berliner Klassiksommer etabliert.
S-Bahn S3, S5, S7, S9 Hackescher Markt (5 Min. Fußweg). U-Bahn U5 Museumsinsel oder Rotes Rathaus. Tram M1, M4, M5, M6 Spandauer Straße/Marienkirche. Vor dem Dom Bushaltestellen aller Touristenlinien.
Einzelkonzert ab 19,75 € (ermäßigt 10 €). Festivalpass (alle 9 Konzerte): 99 € (ermäßigt 79 €). Vorverkauf über berlinerdom.de und das Berlin.de-Ticketsystem.
Konzertbeginn jeden Freitag um 20:00 Uhr. Konzertdauer typisch 60–75 Minuten. Einlass ab 19:15 Uhr. Im Sommer empfiehlt sich ein Kombi-Besuch mit einer Dom-Führung tagsüber.
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Berliner Dom
Am Lustgarten, 10178 Berlin