Renommiertes Literaturfestival mit Marieluise-Fleißer-Preis
Die Ingolstädter Literaturtage sind eng mit der bedeutendsten Tochter der Stadt verbunden: Marieluise Fleißer (1901–1974), Dramatikerin und Erzählerin, Weggefährtin Bertolt Brechts und Bezugspunkt einer ganzen Generation deutscher Schriftsteller. Der nach ihr benannte Literaturpreis wird im Rahmen der Literaturtage vergeben — die Preisträger:innen verpflichten sich, an der Festivalwoche teilzunehmen und Lesungen in Ingolstädter Schulen abzuhalten.
Das Programm balanciert Größen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und internationale Stimmen mit Neuentdeckungen. Büchner-Preisträger:innen, Marieluise-Fleißer-Preisträger:innen, etablierte Romanciers sowie Lyriker:innen und Kinderbuchautor:innen prägen die Programmatik. Das Festival versteht sich nicht als reines Schaufenster des Literaturbetriebs, sondern als Ort echter literarischer Begegnung: kleine Säle, persönliche Gespräche, geführte Lesungen.
Die Lesungen verteilen sich auf historisch besondere Spielorte der Ingolstädter Altstadt im oberbayerischen Landkreis Ingolstadt (Bayern): das Georgianum (ehemaliges Universitätsgebäude, heute Kulturzentrum) als Hauptspielstätte, das Altstadttheater, die Stadtbücherei, lokale Buchhandlungen und Cafés. Die kurzen Wege zwischen den Spielstätten machen das Festival zu einem zusammenhängenden, durchgängigen Erlebnis statt einer Aneinanderreihung isolierter Veranstaltungen.
Im Zentrum steht die klassische Autorenlesung: eine Stimme, ein Text, ein Gespräch im Anschluss. Daneben gibt es Sonderformate wie die Literarische Nacht, musikalische Lesungen (etwa Lesungen mit Live-Musik zu Texten Fleißers und Horváths) sowie Lesungen für junges Publikum durch Kinderbuchautor:innen. Das Festival bleibt bewusst überschaubar — kein Massenereignis, sondern eine kuratierte Festivalwoche von rund zehn Tagen Dauer.
Mit Ingolstadt liegt das Festival am Schnittpunkt zwischen München und Nürnberg, in der wirtschaftlich starken Industriestadt der Audi AG. Die Literaturtage sind ein bewusster kultureller Kontrapunkt — eine jährliche Erinnerung daran, dass Ingolstadt nicht nur eine Wirtschaftsstadt ist, sondern auch eine Stadt mit literarischem Erbe (Marieluise Fleißer, Mary Shelley schrieb Frankenstein hier).
Die Ausgabe 2026 setzt einen besonderen Akzent durch die Programmgestaltung des aktuellen Marieluise-Fleißer-Preisträgers Jonas Lüscher. Statt einer reinen Lesereihe konzipiert er ein Festival-im-Festival mit Gastautor:innen, die jeweils Tagesschwerpunkte gestalten.
Ab Donnerstag, 16. April, läuft das Programm zehn Tage lang. Höhepunkte sind die Eröffnungslesung von Raphaëlle Red im Georgianum, der musikalische Abend "Fleißer meets Horváth" im Altstadttheater, der Besuch von Büchner-Preisträgerin Ursula Krechel (23. April), die Literarische Nacht am 24. April und eine Lesung der Kinderbuchautorin Stephanie Schneider am 26. April.
Ingolstadt ist über die A9 (München–Nürnberg) erreichbar. Bahnhof Ingolstadt Hbf mit ICE/IC-Anbindung an München (40 min) und Nürnberg (45 min). Vom Bahnhof zur Altstadt mit Bus 10/11 oder zu Fuß ca. 20 Minuten.
Hauptspielort: Georgianum, Hohe-Schul-Straße. Weitere Spielorte: Altstadttheater, Stadtbücherei, lokale Buchhandlungen.
Eintritt je nach Lesung (meist 10–18 €). Vorverkauf über die Tourist-Information Ingolstadt und das Kulturamt. Telefonisch: +49 841 305 46601.
Kulturamt Ingolstadt, Donaustraße 11, 85049 Ingolstadt. [email protected].
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Donaustraße 11, 85049 Ingolstadt