Stadtweites Festival der Baukultur mit über 270 Veranstaltungen an 150 Orten – elfte Edition 2026
1994 entstand der Hamburger Architektur Sommer als Reaktion auf das Bedürfnis, Architektur jenseits der Fachzirkel sichtbar zu machen. Heute, 30 Jahre später, ist er das größte Festival der Baukultur in Deutschland: über 270 Veranstaltungen an etwa 150 Orten verteilt über drei Monate, kuratiert von der Hamburgischen Architektenkammer (HAK) und getragen von Architekturbüros, Hochschulen, Galerien, Museen, Quartiersinitiativen und Stadtteilarchiven.
Das Eröffnungswochenende vom 8. bis 10. Mai 2026 im URBANEO am Strandkai gibt ein klares thematisches Signal: "Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand" lautet die Klammer. Damit nimmt die HAK die zentrale Debatte der deutschen Baukultur 2025/26 auf: weg vom Neubau, hin zur Sanierung, zur Umnutzung, zur energetischen Ertüchtigung. Das Motto wird über die folgenden Wochen in Ausstellungen, Diskussionsformaten und Rundgängen vertieft.
Die geographische Verteilung ist programmatisch. Der Architektur Sommer findet nicht in einem zentralen Festivalzentrum statt, sondern als dezentrales Netzwerk: in Architekturbüros (Tag der offenen Tür), an Baustellen (Führungen), in Hochschulen (Studierenden-Ausstellungen), in Museen (Sonderausstellungen), in Quartieren (Stadtteilrundgänge mit Anwohnerinnen und Anwohnern), in Galerien und im öffentlichen Raum (Installationen, Performances). Auf diese Weise wird die ganze Stadt zum Schauplatz – HafenCity, Speicherstadt, Altona, St. Pauli, Wilhelmsburg, Bergedorf, die Walddörfer.
Das URBANEO – Junges Architektur Zentrum – am Strandkai in der HafenCity ist 2026 das Hauptinformationszentrum. Hier findet das Eröffnungswochenende statt, hier laufen über den Sommer Ausstellungen und Veranstaltungen, hier liegt das gedruckte Programm aus, hier organisieren die Vermittlungsprogramme der HAK. Ein zweiter Info-Pavillon befindet sich am Sandtorkai.
Die HafenCity ist seit der städtebaulichen Großplanung Anfang der 2000er Jahre das prominenteste Stadterweiterungs-Projekt Hamburgs – ein Vorzeige-Quartier am Wasser, das selbst zum Schauplatz der Architektursommer-Debatten geworden ist. Im Bundesland Hamburg ist der Architektur Sommer ein wichtiger Beitrag zur regionalen Identität: keine andere deutsche Großstadt hat ein vergleichbar kontinuierliches und breit angelegtes Baukulturfestival. Mit Internationaler Gartenschau (IGS) 2013, IBA Hamburg 2013 und der HafenCity-Entwicklung ist die Hansestadt seit über zwei Jahrzehnten architekturpolitisch besonders aktiv – der Architektur Sommer ist die kulturelle Bündelung dieser Aktivitäten.
Die 2026er Edition fällt thematisch in eine Phase, in der die deutsche Bau- und Stadtplanungsdebatte sich grundsätzlich umstellt: vom Neubau- zum Bestandsbau-Paradigma. Das Eröffnungs-Motto "Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand" greift diese Wende programmatisch auf. Über die Sommermonate werden in Ausstellungen, Vorträgen und Rundgängen konkrete Beispiele für gelungene Bestandsbauten gezeigt – aus Hamburg, Deutschland und international.
Mit über 270 Veranstaltungen und 150 Standorten ist der Hamburger Architektur Sommer 2026 das größte Festival seiner Art in Deutschland. Beteiligt sind Architekturbüros, Hochschulen (HCU, HafenCity Universität; TU Hamburg; HAW Hamburg), Museen (Museum für Hamburgische Geschichte, Altonaer Museum, Architektur Galerie Hamburg), Quartiersinitiativen und Stadtteilvereine.
Vollständiges Detail-Programm ab April 2026 über architektursommer.de.
URBANEO/Strandkai: U-Bahn U4 Überseequartier (5 Gehminuten). Andere Standorte: stadtweit verteilt, jeweils mit ÖPNV-Erreichbarkeit – siehe Detailprogramm.
Viele Veranstaltungen kostenlos. Manche Workshops, geführte Rundgänge und Sonderveranstaltungen kostenpflichtig (Preise auf der Programm-Seite jeder einzelnen Veranstaltung).
Detailprogramm ab April 2026 auf architektursommer.de mit Filter nach Datum, Standort und Format. Gedrucktes Programmheft im URBANEO und in den Partner-Institutionen erhältlich.
Freitag, 8. Mai bis Sonntag, 10. Mai 2026 im URBANEO am Strandkai, HafenCity. Thema: "Nichts Neues – Besser Bauen mit Bestand".
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URBANEO – Junges Architektur Zentrum (Hauptinfo), Info-Pavillon Sandtorkai, 150+ Standorte stadtweit
Strandkai (Urbaneo), 20457 Hamburg