Europas größter Crosslauf — 53. Auflage am 9. Mai 2026
Der GutsMuths-Rennsteiglauf entstand 1973 als ostdeutsche Antwort auf die westlichen Marathon-Veranstaltungen und ist nach Johann Christoph Friedrich GutsMuths (1759–1839) benannt, einem aus Quedlinburg stammenden Pädagogen und Pionier der modernen Leibesübungen. Über 50 Jahre hinweg hat sich der Lauf zu Europas größtem Crosslauf entwickelt — ein Status, den er bis heute hält.
Der Rennsteig ist der 168 Kilometer lange Kammweg, der seit dem Mittelalter durch den Thüringer Wald verläuft — von Hörschel bei Eisenach bis Blankenstein an der Saale. Er war jahrhundertelang Grenzlinie zwischen Hessen und Sachsen, später zwischen Bayern und Preußen, und ist heute einer der beliebtesten Fernwanderwege Deutschlands. Der Rennsteiglauf nutzt diesen Kammweg als Laufstrecke — eine landschaftlich spektakuläre, aber konditionell anspruchsvolle Route mit insgesamt 1 403 Höhenmetern.
Alle Distanzen enden in Schmiedefeld am Rennsteig — einem Bergdorf auf rund 700 Metern Höhe, wo die Zielzone am traditionellen „Schmiedefelder Bahnhof“ eingerichtet wird. Hier wartet auf alle Finisher das, was zur Tradition des Rennsteiglaufs gehört: Thüringer Klöße mit Rouladen und Schwarzbier am Ziel. Ein kulinarischer Empfang, der die Mühen der Strecke vergessen lässt.
Mit rund 17 000 Anmeldungen (Stand für 2026: Supermarathon 2 090, Marathon 3 426, Halbmarathon 7 021, 17-km-Walk 2 736, 21-km-Nordic-Walking 1 324, Junior Cross 435, Gesamt 17 032) ist der Rennsteiglauf einer der größten Landschaftsläufe Europas. Teilnehmer kommen aus über 20 Nationen — Deutschland natürlich dominant, aber auch starke Kontingente aus Tschechien, Polen, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden.
Sechs Mal in Folge wurde der Rennsteiglauf vom Magazin „RUNNING“ (heute „Runner's World Deutschland“) zum „Marathon des Jahres“ gewählt. Diese Auszeichnung würdigt die Kombination aus landschaftlicher Schönheit, Organisationsqualität und der einzigartigen Volksfestatmosphäre an Start- und Zielorten.
Die 53. Auflage 2026 verteilt sich auf den gesamten Samstag, mit gestaffelten Starts an verschiedenen Orten des Rennsteig-Kamms. Die ersten Läufer brechen um 6 Uhr in Eisenach auf, die letzte Großdistanz (Marathon) startet um 9 Uhr in Neuhaus am Rennweg. Alle finishen im Laufe des Nachmittags in Schmiedefeld.
Anmeldung und vollständige Streckenbeschreibungen auf rennsteiglauf.de. Programmheft 2026 als PDF verfügbar.
Startgelder gestaffelt nach Distanz und Anmeldezeitpunkt. Frühbucher-Vorteile gelten bis Ende März. Detaillierte Preise und Anmeldeformular auf rennsteiglauf.de.
Start- und Zielorte sind über das gesamte Rennsteig-Massiv verteilt. Eisenach (Supermarathon-Start), Neuhaus am Rennweg (Marathon-Start), Oberhof (Halbmarathon-Start) und Schmiedefeld am Rennsteig (Ziel) sind alle per Bahn oder Auto erreichbar. Spezielle Shuttle-Busse für Läufer vom Ziel zurück zu den Startorten werden organisiert.
Online auf rennsteiglauf.de. Anmeldefristen typischerweise bis Ende März / Anfang April. Startgelder gestaffelt nach Distanz und Anmeldezeitpunkt (Frühbucher-Vorteile).
Frühzeitig buchen — Hotels und Pensionen in Schmiedefeld, Oberhof, Neuhaus, Suhl und Eisenach sind am Lauf-Wochenende ausgebucht. Alternativ Übernachtung in größeren Städten (Erfurt, Coburg) und Anreise am Morgen.
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Rennsteig Thüringer Wald (Eisenach – Schmiedefeld)
Hauptverwaltung Schmiedefeld am Rennsteig, 98711 Suhl