Living-History-Festival am keltischen Ringwall im Hunsrück-Hochwald-Nationalpark
Der keltische Ringwall von Otzenhausen ist mit einem Umfang von rund 2,5 Kilometern eine der größten erhaltenen keltischen Befestigungsanlagen Mitteleuropas. Erbaut von den Treverern im 1. Jahrhundert vor Christus, beherrschte er als „Hunnenring" den Hochwald-Pass zwischen Mosel und Saar. Heute liegt er im Nationalpark Hunsrück-Hochwald und ist Hauptattraktion des Keltenparks Otzenhausen.
Am Fuß des Ringwalls hat der Trägerverein ein rekonstruiertes Keltendorf errichtet: Häuser aus Holz, Lehm und Stroh, eine Schmiede, eine Backstube, ein Webhaus und ein Versammlungsplatz. Hier wird keltisches Alltagsleben nicht nur erklärt, sondern gelebt dargestellt: durch ehrenamtliche Living-History-Gruppen wie die Hochwaldkelten, die das Dorf an Wochenenden bevölkern und Handwerk, Kochen, Musik und Kampftechniken vorführen.
Einmal alle zwei Jahre — in Jahren mit gerader Endziffer — findet im Sommer das Große Keltenfest statt. Dazu reisen keltische und römische Re-enactment-Gruppen aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Otzenhausen: Frankreich, Belgien, Niederlande, Österreich, Schweiz. Insgesamt 70–100 Darstellerinnen und Darsteller treten auf, dazu wird ein römisches Heerlager aufgeschlagen, das mit dem Keltendorf in (friedliche) Konkurrenz tritt.
Die Besucher erleben:
Das Festival ist mehr als Living-History-Spektakel. Es vermittelt die archäologische Bedeutung des Hochwald-Hunsrück als keltisches Kernland. Die Treverer waren ein keltischer Stamm, der hier siedelte, später von Cäsar erobert und in das Römische Reich integriert wurde. Diese Übergangszeit zwischen keltischer Eigenständigkeit und römischer Provinz ist Thema des Festivals.
Da das Keltenfest in zweijährigem Rhythmus stattfindet und die letzte Ausgabe 2024 lief, ist die nächste Ausgabe für Sommer 2026 vorgesehen. Der genaue Termin (typischerweise letztes Juli- oder erstes August-Wochenende) wird im Frühjahr 2026 von den Hochwaldkelten und dem Nationalpark-Tor Keltenpark veröffentlicht.
Erwartet werden 70–100 Re-enactment-Darsteller, ein römisches Heerlager, das rekonstruierte Keltendorf in voller Animation und das vollständige Living-History-Handwerk: Schmiede, Töpferei, Weberei, Bronzeguss, Backofen, Bogenschießen, keltische Küche.
In der Zwischenzeit organisiert das Keltenpark mehrere kleinere Belebungstage (z.B. 6.–7. Juni 2026 — Living History Weekend mit Keramik, Holzhandwerk, Weberei und Brotbacken).
Genaues Datum und Programm 2026 werden im Frühjahr 2026 auf keltenpark-otzenhausen.de und home.hochwaldkelten.de veröffentlicht.
Tageskarte Erwachsene erfahrungsgemäß 8–12 €, Kinder 4–6 €, Familien ermäßigt. Speisen und Getränke der keltischen Küche zu Festpreisen.
Otzenhausen ist ein Ortsteil der Gemeinde Nonnweiler im Landkreis St. Wendel, etwa 55 km nördlich von Saarbrücken. Mit dem Auto über die A1 (Ausfahrt Nonnweiler/Hermeskeil), dann L150 nach Otzenhausen. Mit dem ÖPNV ab Bahnhof Türkismühle mit Buslinie 612.
Großes Keltenfest erfahrungsgemäß 8–12 € pro Erwachsener, ermäßigt 4–6 € für Kinder ab 6 Jahren, Familienkarten verfügbar. Im Eintritt enthalten: Zugang zum Keltendorf, zum Ringwall und zur Living-History-Inszenierung.
Hotels in Nonnweiler und am nahen Bostalsee (5 km). Camping am Bostalsee möglich.
Eine geführte Wanderung über den Ringwall (ca. 1 Stunde) lohnt sich. Festes Schuhwerk mitbringen — das Gelände ist hügelig und naturbelassen.
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Nationalpark-Tor Keltenpark Otzenhausen
Keltenpark Otzenhausen, 66620 Nonnweiler