Internationales Festival für ethnographischen Dokumentarfilm in der Göttinger Paulinerkirche
Der ethnographische Dokumentarfilm ist ein Genre, das die visuelle Beobachtung als methodisches Werkzeug nutzt, um Lebenswelten und Kulturen zu erschließen. Die Filme verzichten meist auf die Inszenierung der klassischen Spielfilm-Dramaturgie und folgen stattdessen den Rhythmen des beobachteten Alltags. Damit entstehen Dokumente, die zwischen kulturwissenschaftlicher Forschung und filmischer Kunst stehen und einen besonderen Blick auf die Vielfalt menschlicher Lebensformen ermöglichen.
Das GIEFF unterteilt sein Programm in zwei Sektionen. Der Studienwettbewerb am 13. und 14. Mai 2026 widmet sich Arbeiten von Studierenden und jungen Filmemachern. Damit gibt das Festival dem ethnographischen Filmnachwuchs eine Bühne und fördert die Verbindung zwischen akademischer Ausbildung und filmischer Praxis. Das Hauptfestival ab Donnerstagnachmittag, 14. Mai, präsentiert die kuratierten Hauptprogramme mit internationalen Dokumentarfilmen.
Die Paulinerkirche im Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen ist eine außergewöhnliche Spielstätte. Die ehemalige Kirche wurde in einen multifunktionalen Kulturraum umgewandelt und ist heute Ort für Ausstellungen, Konzerte und Filmvorführungen. Der historische Charakter, die räumliche Großzügigkeit und die intime Atmosphäre machen die Paulinerkirche zu einem besonderen Ort für das GIEFF.
Das Programm umfasst Filme aus zahlreichen Ländern und Kontinenten. Vom afrikanischen Dorf-Dokumentarfilm über lateinamerikanische Beobachtungen indigener Gemeinschaften bis zu asiatischen Stadt-Ethnographien reicht das Spektrum. Damit bietet das GIEFF einen Blick auf die globale Vielfalt menschlicher Lebenswelten – ohne folkloristische Verklärung, sondern in der nüchternen Beobachtung des Dokumentarfilms.
Begleitet werden die Filmvorführungen durch Fachdiskussionen mit den anwesenden Filmemachern, Filmwissenschaftlern und Ethnologen. Diese Q&A-Runden sind ein wesentlicher Bestandteil des Festivals und ermöglichen ein vertieftes Verständnis der gezeigten Filme.
Das Festival folgt einer klar strukturierten Programmlogik. Der Studienwettbewerb am Anfang ermöglicht jungen Filmemachern, ihre Arbeiten einem fachkundigen Publikum zu präsentieren und Feedback zu erhalten. Das Hauptfestival bietet kuratierte Programme mit internationalen Dokumentarfilmen, die unterschiedliche Lebenswelten und Kulturen erschließen.
Die Paulinerkirche als Spielstätte gibt dem Festival seine besondere Atmosphäre. Die ehemalige Kirche im Gebäude der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek ist heute ein multifunktionaler Kulturraum mit besonderem Charakter. Die räumliche Großzügigkeit und die intime Atmosphäre passen ideal zum kontemplativen Charakter des ethnographischen Films.
Vollständiges Programm unter gieff.de/programme_2026.html.
Paulinerkirche der SUB Göttingen, Papendiek 14, 37073 Göttingen.
Mit der Bahn bis Göttingen Hauptbahnhof, wenige Minuten zu Fuß in die Innenstadt. Mit dem Auto über die A7; Parken in den Parkhäusern der Innenstadt.
Studienwettbewerb: 13. – 14. Mai 2026. Hauptfestival: ab Donnerstag, 14. Mai 14:00 Uhr, bis Sonntag, 17. Mai 2026.
Ticketpreise je nach Veranstaltung. Aktuelle Informationen unter gieff.de.
GIEFF – German International Ethnographic Film Festival. Programmübersicht unter gieff.de/programme_2026.html.
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