Internationales Jugendworkcamp am authentischen DDR-Grenzdenkmal
Das Grenzdenkmal Hötensleben in der Gemeinde Hötensleben (Ortsteil von Sommersdorf/VG Westliche Börde) ist eine der wichtigsten Gedenkstätten der innerdeutschen Grenze. Auf rund 350 Metern haben Bürgerinnen und Bürger nach der Wende ein authentisch erhaltenes Segment der ehemaligen DDR-Grenze als Mahnmal erhalten: Sperranlagen, Wachtürme, Streckmetallzaun, Postenwege. Heute wird der Ort vom Grenzdenkmalverein e.V. Hötensleben in Kooperation mit der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn betreut.
Einmal im Jahr im August veranstaltet der Verein das Geschichtscamp – ein zweiwöchiges internationales Jugend-Workcamp, bei dem Jugendliche aus Deutschland, Polen, Tschechien, Frankreich und weiteren Ländern gemeinsam am Denkmal arbeiten, Workshops besuchen und Exkursionen unternehmen. Im Mittelpunkt steht die Pflege des authentischen Erinnerungsorts: Vegetationskontrolle, kleinere Restaurationsarbeiten an den historischen Zaunelementen, Dokumentation des Bestands.
Das Workcamp ist gleichzeitig ein Bildungsprogramm. Auf dem Programm stehen Besuche der Lehrwerkstätten des nahegelegenen Tagebaus, der Schöninger Speerfunde (älteste vollständig erhaltene Jagdwaffen der Menschheit), des Bundesarchivs in Friedrichsdorf und der Gedenkstätte Marienborn. Mehrere Generationen treffen aufeinander: Zeitzeugen, ehemalige Grenzer, Bürgermeister der grenznahen Gemeinden, Feuerwehrleute, Verkehrserzieher. Die Jugendlichen wirken auch am Festival Rock am Denkmal mit, das während des Camp-Zeitraums auf dem Festgelände nebenan stattfindet.
Das Grenzdenkmal ist Teil des „Grünen Bands“ entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze – einem Biotop-Korridor, der heute als länderübergreifender Naturschutzraum gepflegt wird. Wer das Workcamp begleitet, lernt nicht nur Geschichte, sondern auch Landschaftspflege und Biodiversitätsmanagement. Im Bundesland Sachsen-Anhalt, das mit über 340 Kilometern den größten Anteil am Grünen Band hat, ist Hötensleben einer der zentralen Lernorte für deutsch-deutsche Geschichte und ökologische Erinnerungsarbeit.
Vom 9. bis 23. August 2026 organisiert der Grenzdenkmalverein das jährliche Geschichtscamp. Internationale Jugendliche treffen sich am Grenzdenkmal Hötensleben für zwei Wochen Pflegearbeiten, historische Bildungsarbeit und Begegnung mit Zeitzeugen. Anmeldung über den Verein.
Programm in Kooperation mit der Gemeinde Hötensleben, der Gedenkstätte Marienborn und örtlichen Vereinen.
Über den Grenzdenkmalverein Hötensleben — Anmeldeformular und Bedingungen unter grenzdenkmal.com.
Hötensleben, OT von Sommersdorf/Westliche Börde. Mit dem Auto über die A2 (Abfahrt Helmstedt-Ost) und Helmstedt. Bahnhof Helmstedt, von dort Bus.
Unterkunft, Verpflegung und Programm sind im Workcamp inbegriffen.
Teilnehmer:innen ab 16 Jahren mit Interesse an deutsch-deutscher Geschichte und Erinnerungsarbeit.
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Grenzdenkmal Hötensleben
Grenzdenkmal Hötensleben, 39393 Oschersleben (Bode)