Internationales Video-Mapping-Festival am UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte
FORGE ist eines der ambitioniertesten Video-Mapping-Festivals der deutsch-französisch-luxemburgisch-belgischen Grenzregion. Drei Tage lang projizieren ausgewählte Künstler ihre eigens für das Gelände entwickelten Werke auf die Fassaden des UNESCO-Weltkulturerbes Völklinger Hütte — jenes monumentalen Eisenhüttenwerks, das von 1873 bis 1986 in Betrieb war und seit 1994 zum Weltkulturerbe der UNESCO zählt.
FORGE ist explizit als Wettbewerb konzipiert: Künstlerinnen und Künstler bewerben sich mit Konzepten, eine Jury wählt aus den Einreichungen die Festivalbeiträge aus. Die Werke müssen folgenden Kriterien entsprechen: maximal fünf Minuten Dauer, synchronisierter Ton, Bezug zur Architektur und idealerweise zur Geschichte der Völklinger Hütte, Auflösung von 7.200 × 4.500 Pixeln. Während des Festivals wählt eine Jury den besten Beitrag, parallel stimmt das Publikum über seinen Favoriten ab — Jury- und Publikumspreis werden separat verliehen.
Die ausgewählten Künstler erhalten eine Aufwandsentschädigung von 2.000 € netto für die Produktion ihres Festivalbeitrags sowie Workshop-Honorare von 90 € netto pro Stunde. Anreise, Unterkunft und Verpflegung übernimmt der Veranstalter. Damit positioniert sich FORGE als professionelle Plattform für die Video-Mapping-Szene der Großregion.
Die Ausschreibung richtet sich gezielt an Kunstschaffende aus Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg — also an den Kulturraum der Grande Région. Dies entspricht der grenzüberschreitenden Programmatik der Völklinger Hütte, die in den vergangenen Jahren immer wieder europäische Kunstprojekte realisiert hat (etwa die Urban Art Biennale, das Buddha-Museum, die Generation Pop-Ausstellung).
Der zentrale Schauplatz ist der Erzhof der Völklinger Hütte — jener gewaltige Vorplatz, auf dem einst das Roheisen lagerte und die Hochöfen gespeist wurden. Heute dient er als Open-Air-Spielstätte für Konzerte und Festivals. Mit den Hochofen-Schornsteinen im Hintergrund und den freistehenden Stahlträgern als Projektionsfläche ergibt sich eine Bühnenarchitektur, die kaum ein anderer Industriestandort der Welt vergleichbar bietet.
Völklingen liegt im Regionalverband Saarbrücken, etwa 10 Kilometer westlich der Saarländischen Landeshauptstadt. Die ehemalige Hüttenstadt hat sich nach Stilllegung des Hochofenbetriebs 1986 zu einem Zentrum europäischer Industriekultur entwickelt — die Völklinger Hütte ist das einzige vollständig erhaltene Eisenwerk aus der Blütezeit der Hütten-Industrie in Europa und Nordamerika. FORGE knüpft direkt an diese Identität an, indem es die Industriearchitektur künstlerisch bespielt.
Die Auflage 2026 setzt das bewährte Wettbewerbsformat fort: Über mehrere Monate haben sich Künstler aus der deutsch-französisch-luxemburgisch-belgischen Großregion mit Konzepten beworben. Die Jury hat aus den Einreichungen die Festivalbeiträge ausgewählt, die nun an drei aufeinanderfolgenden Abenden auf die historische Fassade der Völklinger Hütte projiziert werden.
Jeder Beitrag dauert maximal fünf Minuten, ist mit synchronisiertem Ton produziert und bezieht sich auf die Industriearchitektur und ihre Geschichte. Die Vorführungen beginnen nach Einbruch der Dunkelheit. Eintritt mit dem Tagesticket des Weltkulturerbes.
Die finalen Show-Zeiten und das Verzeichnis der Künstlerbeiträge werden auf voelklinger-huette.org einige Wochen vor dem Festival veröffentlicht.
Eintritt mit dem Tagesticket der Völklinger Hütte (Erwachsene ca. 17 €, ermäßigt ca. 15 €, Familienkarte ab 30 €). Festivalpass für alle drei Abende mit Vergünstigung verfügbar.
Mit dem Auto: A620 (Saarbrücken–Saarlouis) Ausfahrt Völklingen, dann der Beschilderung Weltkulturerbe folgen. Parkplatz direkt am Eingang Völklinger Hütte.
Mit der Bahn: Bahnhof Völklingen — RE/RB ab Saarbrücken Hbf in 8 Minuten, 5 Minuten Fußweg zur Hütte.
29.–31. Mai 2026, jeweils abends nach Einbruch der Dunkelheit. Genaue Zeiten werden auf voelklinger-huette.org veröffentlicht.
Tagestickets über die Webseite des Weltkulturerbes Völklinger Hütte. Festivalpass für alle drei Abende mit Vergünstigung verfügbar.
Restaurant und Bistro im Besucherzentrum der Völklinger Hütte. An den Festivalabenden temporäre Foodtrucks am Erzhof.
Vor oder nach der Video-Mapping-Show die Hochöfen besichtigen — der Aufstieg auf die 45 Meter hohe Aussichtsplattform bietet bei Dämmerung eine spektakuläre Sicht aufs Industrieareal.
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Erzhof, UNESCO-Weltkulturerbe Völklinger Hütte
Rathausstraße 75-79, 66333 Völklingen