Frühling für die Frühe Musik — zwölf Konzerte zwischen Mittelalter, Renaissance und Barock in Aachener Kirchen und Sälen
Fonte Vivace — italienisch für „lebendige Quelle" — ist das Aachener Festival für historische Aufführungspraxis. Der Name ist Programm: Alte Musik soll nicht musealisch klingen, sondern frisch und sprudelnd, gespielt auf den Instrumenten ihrer Zeit, mit dem Verständnis der Quellen und der Improvisationsfreude, die diese Musik ursprünglich auszeichnete. Aachen, einst karolingische Kaiserstadt, ist dafür ein historisch dichter Resonanzraum.
Das Festival läuft jährlich vom späten April bis Anfang Mai über rund drei Wochen, mit etwa zwölf Konzerten in Kirchen, historischen Sälen und Konzerträumen Aachens und der Region. Das Programm spannt sich vom Mittelalter (Troubadour-Lieder, höfische Liebe) über die Renaissance bis zum Hochbarock (Bach, Telemann, Händel, Goldberg). Dazu kommen Schulkonzerte für Grundschüler — Bildungsarbeit ist seit Festivalgründung Teil der Mission.
Das 2014 gegründete Kölner Barockensemble Ludus Instrumentalis ist Hausensemble des Festivals. Es hat unter anderem den Bach-Wettbewerb Berlin gewonnen und ist regelmäßig in Konzerthäusern in ganz Europa zu hören. In Aachen prägt es das Festival mit eigenen Programmen und tritt in unterschiedlichen Besetzungen auf, von kammermusikalischen Trios bis zum erweiterten Continuo-Ensemble.
Die künstlerische Leitung liegt in den Händen zweier Spezialisten: Lorenzo Alpert spielt historisches Fagott und Dulzian, Judith Konter ist Barocktraversistin. Beide unterrichten und konzertieren international und haben das Festival 2010er-Jahre in Aachen begründet. Ihr Profil: konsequent quellengestützte Programme, aber mit Lust am Experiment und an grenzüberschreitenden Projekten.
Aachen liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen, ganz im Westen Deutschlands, an der Grenze zu Belgien und den Niederlanden. Diese Lage prägt das Festival: Es kooperiert regelmäßig mit Ensembles aus Lüttich, Maastricht oder Brüssel und positioniert sich als euregionale Plattform für Alte Musik. Wer im Frühling musikalisch nach Aachen reist, kombiniert das Festival gern mit einem Besuch des UNESCO-Welterbe Aachener Dom — selbst ein Ort, an dem Karolinger-Musik einst geklungen hat.
Drei Wochen Festival eröffnen mit einem Konzert des Hausensembles Ludus Instrumentalis. Anschließend wechseln sich Kammerkonzerte, größere Vokal- und Instrumentalprogramme und ein Bildungsformat für Grundschüler ab. Höhepunkte sind ein „Baroque Dance into May"-Konzert mit Arien von Bach, Telemann und Händel, „One Charming Night" mit dem Ensemble Lantana Camara sowie ein Mittelalter-Programm „Troubadours and Courtly Love" mit dem Ensemble Leones.
Die Spielstätten sind über Aachen und Umgebung verteilt — Kirchen, historische Säle und einzelne Konzerträume. Das Festival wird unter anderem von der Stadt Aachen und dem NRW-Ministerium für Kultur und Wissenschaft gefördert.
Vollständiges Programm und Tickets auf fonte-vivace.de/en/programm und Aachen Tourismus.
ICE-Bahnhof Aachen Hbf liegt zentral, von dort meist zu Fuß zu den Spielstätten. Mit dem Auto über A4 oder A44. Anreise aus Belgien (Liège) und den Niederlanden (Maastricht) per Bahn problemlos möglich.
Festival-Pass: 99 € für 5 Abend- und 1 Nachmittagskonzert (statt regulär 136 €). Einzelkonzerte preislich nach Programm gestaffelt.
Wechselnde Orte in Aachen und Umgebung — Kirchen, Konzertsäle, historische Räume. Details zu jedem Konzert auf der Festival-Website.
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Kirchen und Konzertsäle in Aachen und Umgebung
verschiedene Spielstätten Aachen, 52062 Aachen