Historische Flugzeuge, Hangar-Modellbau und Bundeswehr-Feldküche auf dem ehemaligen RAF-Flugplatz in Berlin-Spandau
Der Flugplatz Berlin-Gatow im Bezirk Spandau hat eine bewegte Geschichte. 1934/35 als Luftkriegsschule der Wehrmacht gebaut, war Gatow von 1945 bis 1994 RAF-Stützpunkt der britischen Westalliierten – einer der drei zivilen und militärischen Westflughäfen Berlins (neben Tempelhof und Tegel). 1995 übernahm die Bundeswehr das Areal, seit 1998 ist hier das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, Außenstelle Gatow.
Das Museum beherbergt eine der größten Luftfahrtsammlungen Europas: 155 Flugzeuge und Hubschrauber, dazu über 200 000 Objekte aus der deutschen und europäischen Luft- und Raumfahrtgeschichte. Hangar 3 zeigt Maschinen aus West und Ost (von der amerikanischen F-4 Phantom zur sowjetischen MiG-21), die Außenflächen die großen Transportflugzeuge. Das Tower-Gebäude des ehemaligen RAF-Stützpunkts ist erhalten und Teil der Ausstellung.
An einem Wochenende im September lädt das Museum zum großen Flugplatzfest. Über 80 Aussteller präsentieren Fahrzeuge, Uniformen, militärhistorische Sammlungen, Modellbau, Reservisten-Vereine. In Hangar 5 läuft eine große IPMS-Modellbauausstellung (Internationale Plastic Modellers Society). Auf der Hauptbühne ein Programm mit Bundeswehr-Musikkorps, Reden, Demonstrationen.
Bei gutem Wetter starten und landen historische Flugzeuge auf der ehemaligen Start- und Landebahn – Maschinen wie die DC-3, einige Privatpiloten-Klassiker oder Hubschrauber der Polizei und Bundeswehr. Für Kinder gibt es Hüpfburgen, Drachenbasteln, Gesichter-Schminken. Die Feldküche der Bundeswehr schöpft Erbsensuppe und Bockwurst aus.
Gatow gehört zum Bezirk Spandau, im äußersten Westen Berlins, nah an der Havel. Die Anreise ist etwas aufwendig (kein S- oder U-Bahn-Anschluss direkt), wird aber durch die einzigartige Lage und das Museumsareal mehr als kompensiert. Bei freiem Eintritt zieht das Fest zwischen 15 000 und 30 000 Besucher:innen an einem Wochenende.
Das Flugplatzfest 2026 verbindet wie jedes Jahr das große Bundeswehr-Reservistentreffen mit einem Tag der offenen Tür im Museum. Über 80 Aussteller verteilen sich auf dem Außengelände und in den Hangars. Schwerpunkte: Militärfahrzeuge, Uniformen aus verschiedenen Epochen, Sammlerstücke der Luftfahrtgeschichte, Reservisten-Vereine und Verbände.
In Hangar 5 öffnet wie jedes Jahr die IPMS-Modellbauausstellung (Internationale Plastic Modellers Society Deutschland) – eine der größten Modellbauschauen Deutschlands. Hunderte Modelle von Flugzeugen, Schiffen, Fahrzeugen werden präsentiert; Modellbauer:innen geben Tipps und Workshops.
Genaue Aussteller-Liste und Programm der Flugvorführungen werden im August 2026 auf mhm-gatow.de veröffentlicht.
S-Bahn S3/S9 bis Spandau, dann Bus 135 bis Kurpromenade, dann ca. 15 Minuten Fußweg. Alternativ Sonderfahrten / Shuttle (vom Museum oft angeboten, Details auf der Festival-Seite). Mit dem Auto: ausreichend Parkplätze direkt am Flugplatzgelände, kostenfrei.
Samstag und Sonntag jeweils 10–18 Uhr. Flugvorführungen wetterabhängig, meist nachmittags.
Frei. Verpflegung an Feldküche und Imbissständen vor Ort.
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Militärhistorisches Museum der Bundeswehr – Flugplatz Berlin-Gatow
Am Flugplatz Gatow 33, 14089 Berlin