Klassik, Jazz und Folklore im Dreiländereck — seit 1952
1952 — sieben Jahre nach Kriegsende — gründeten engagierte Bürger in Passau die Europäischen Wochen mit der Idee, in der Dreiländerregion eine kulturelle Brücke zwischen Bayern, Österreich und der Tschechoslowakei zu schlagen. Aus dem zunächst klassisch geprägten Konzertreigen wurde im Lauf der Jahrzehnte eines der wichtigsten Festivals im süddeutsch-österreichischen Raum, das die Klassik weiterhin ins Zentrum stellt, sie aber selbstbewusst mit Jazz, Klezmer, Folklore, Gypsy Jazz und Weltmusik kombiniert.
Spielstätten der Festspiele liegen verstreut zwischen Passau, dem ostbayerischen Wald, dem oberösterreichischen Innviertel und dem böhmischen Šumava. Rund 30 Veranstaltungsorte stehen 2026 auf dem Programm: Konzertsäle wie der EW-Saal in Passau, sakrale Räume wie der Dom St. Stephan, die Studienkirche St. Michael oder die Asambasilika, sowie Open-Air-Bühnen am Inn und an der Donau.
Die Programmatik 2026 reicht von großen Orchesterwerken (Smetana Philharmonic Prague als Abschlusskonzert) über Vokalmusik des Barock (Bachs Matthäus-Passion mit dem Heinrich-Schütz-Ensemble Vornbach und L'Arpa festante) bis hin zu Crossover-Eröffnungen wie „Ron Williams singt Harry Belafonte" am 20. Juni an der Ortspitze. Klezmer- und Gypsy-Jazz-Konzerte (Helmut Eisel & JEM in „KlezFire!") sowie Kammermusik-Highlights (Alinde Quintett in der Asambasilika) ergänzen den klassischen Kanon.
Passau, die Dreiflüssestadt am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz, ist das organisatorische Herz und die wichtigste Spielstätte. Mit dem Dom St. Stephan (sitz der größten Domorgel der Welt mit über 17.000 Pfeifen) und der barocken Altstadt liefert die Stadt eine einzigartige Festspiel-Kulisse. Für Besucher von außerhalb empfehlen sich Mehrtages-Aufenthalte mit Konzerten in Passau und einzelnen Ausflügen zu den Spielstätten im Bayerischen Wald oder über die Grenze nach Oberösterreich.
Das Programm 2026 wurde im November 2025 veröffentlicht. Die Festspiele bleiben ihrer Dreiländer-Tradition treu: Spielstätten in Passau (Dom St. Stephan, Studienkirche St. Michael, EW-Saal), im Bayerischen Wald, im oberösterreichischen Innviertel und in böhmischen Orten der Šumava-Region.
Das Programm wird flankiert von Einführungs-Vorträgen, Künstler-Gesprächen und einer Festival-Akademie für junge Musikerinnen und Musiker. Tickets sind über die Festspielkasse +49 851 56096-26 oder online über ReserviX erhältlich.
Das vollständige Programm mit allen ca. 50 Veranstaltungen, Spielstätten und Tarifen unter ew-passau.de/programm/.
Passau Hauptbahnhof — IC/EC- und RE-Verbindungen aus München, Nürnberg, Wien. Mit dem Auto über die A3 (München–Wien). In Passau Park-and-Ride empfohlen, da die Altstadt teilweise nur eingeschränkt befahrbar ist.
Vorverkauf über das Festspielbüro Passau (+49 851 56096-26) und das Online-Portal von ReserviX. Öffnungszeiten Box-Office: Mo–Do vormittags, Mo+Di auch nachmittags; Mi+Do nur vormittags; Fr geschlossen.
Das gesamte Programm 2026 mit Spielstätten und Preisen unter ew-passau.de/programm/.
Passau verfügt über eine große Auswahl an Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Frühe Buchung wird für die Festspielwochen empfohlen — die Stadt ist insbesondere an Wochenenden sehr gut belegt.
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EW-Saal & rund 30 weitere Spielstätten in Ostbayern, Oberösterreich und Böhmen
Innstraße 71, 94032 Passau