Traditionelles Erntedankfest des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Ostfriesland mit Gottesdienst und Bauernmarkt
Das Erntedankfest ist eines der ältesten gemeinschaftlich gefeierten Feste in ländlich geprägten Regionen Deutschlands. In Ostfriesland hat das Fest eine besondere Bedeutung, da die Region traditionell stark von Landwirtschaft, Viehzucht und Milchwirtschaft geprägt ist. Der Landwirtschaftliche Hauptverein für Ostfriesland organisiert das Fest in Emden jährlich am 3. Oktober – einem nationalen Feiertag, der das öffentliche Interesse zusätzlich verstärkt.
Das Fest beginnt um 10 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Neuen Markt. Pfarrerinnen und Pfarrer aus den umliegenden Kirchengemeinden gestalten den Gottesdienst gemeinsam und nehmen Bezug auf die Erntegaben des Jahres. Anschließend findet zwischen 11 und 13 Uhr die Städtische Fundsachenversteigerung statt – eine Emder Tradition, bei der die im Stadtgebiet abgegebenen und nicht abgeholten Fundsachen öffentlich versteigert werden.
Parallel zum offiziellen Programm präsentieren Bauern und Landwirtinnen aus der Region ihre selbst erzeugten Produkte: Gemüse, Obst, Eingewecktes, Honig, Käse, Wurstwaren, Fleisch aus Hofschlachtung, Eier, Milchprodukte. Der Markt versteht sich als Plattform für Direktvermarktung und ermöglicht Konsumentinnen und Konsumenten den direkten Kontakt zu den Erzeugerbetrieben. Auch Vereine, die ländliche Lebenskultur pflegen, sind mit Ständen vertreten.
Das Erntedankfest ist niedrigschwellig zugänglich und richtet sich an Besucherinnen und Besucher jeden Alters. Familien nutzen den Feiertag für einen Innenstadtspaziergang, der mit dem Marktbesuch verbunden wird. Das Fest hat zwar kein typisches Volksfest-Format mit Bühnenprogramm und Fahrgeschäften, ist aber als Begegnung zwischen Stadt und Land ein wichtiger Bestandteil des Emder Veranstaltungskalenders.
Das Fest folgt seinem klassischen Aufbau. Der Gottesdienst eröffnet den Tag mit einer geistlichen Reflexion über das landwirtschaftliche Jahr; die Fundsachenversteigerung bringt einen Hauch von Bürgerservice und Stadt-Folklore in den Marktablauf; der Bauernmarkt selbst läuft den ganzen Vormittag und in den frühen Nachmittag hinein.
Da der 3. Oktober ein bundesweiter Feiertag ist, profitiert die Veranstaltung von der zentralen Innenstadt-Lage und vom feiertäglichen Spazierverhalten der Emder Bevölkerung. Familien aus dem gesamten ostfriesischen Umland kombinieren den Besuch häufig mit einem Bummel durch die Innenstadt und einem Restaurantbesuch.
Das Programm 2026 folgt der bewährten Struktur :
Aktuelle Programmpunkte werden über die Webseite der Stadt Emden und der Tourist-Information veröffentlicht.
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