Tage der offenen Tür im ehemaligen VAK-Informationszentrum
Karlstein am Main im bayerischen Landkreis Aschaffenburg ist Standort eines außergewöhnlichen Museums: Direkt neben dem Areal des Versuchsatomkraftwerks Kahl (VAK), der ersten kommerziell betriebenen Kernkraftanlage Deutschlands, befindet sich das Energiemuseum Karlstein. Es ist im sogenannten Faberhaus untergebracht — dem ehemaligen VAK-Informationszentrum, benannt nach Dr. Peter Faber, dem Leiter der Chemie am VAK. Die Energiemuseums-Tage öffnen einmal jährlich die Türen für die breite Öffentlichkeit.
Das Programm wird von ehemaligen VAK-Mitarbeitern und Pensionären gestaltet, die ihre eigene Geschichte erzählen. An drei Tagen können Besucher Führungen mitmachen, Vorträge zur Energiegeschichte, zur Gasturbinen-Technologie, zu Batterieinnovationen, zum VAK-Rückbau und zum Heißdampfreaktor Großwelzheim besuchen. Vorführungen — unter anderem an einem Gasturbinen-Simulator — machen Technik anfassbar.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem ENERGIE-Labor: Module zu Frequenzverstärkern, Elektromotoren, erneuerbaren Energiesystemen und Oszilloskop-Messungen laden Jugendliche und neugierige Erwachsene zum Mitmachen ein. Die Veranstalter — alle ehrenamtlich engagiert — sehen das Museum nicht als Denkmal der Vergangenheit, sondern als Lernort für die Energiezukunft.
Die thematische Spannweite reicht von der Braunkohleförderung über die Atomkraft (das VAK wurde 1958 gegründet und 1985 abgeschaltet) bis zu modernen Themen wie Wasserstoff- und Batterietechnologie. Ausstellungsstücke umfassen das Hauptpult der Reaktorsteuerung, originale VAK-Lehrtafeln, Turbinenrotoren aus VAK und HDR sowie inaktive Modelle der Reaktoreinbauten.
Das Energiemuseum Karlstein lädt 2026 zum zweiten Mal zu seinen Tagen der offenen Tür. Drei Tage lang können Besucher das Faberhaus erkunden, mit ehemaligen VAK-Mitarbeitern ins Gespräch kommen und Themen rund um die Energiegeschichte Deutschlands erleben — von der Braunkohle über die Anfänge der zivilen Atomenergienutzung bis zu Wasserstoff und erneuerbaren Energien.
Das Programm variiert leicht von Tag zu Tag, sodass es sich lohnt, vorab den detaillierten Zeitplan einzusehen. Zentrale Bestandteile sind die Führungen durch die Dauerausstellung, technische Demonstrationen am Gasturbinen-Simulator und Jugendworkshops im ENERGIE-Labor.
Programmdetails und Uhrzeiten unter karlstein.de/energiemuseum.
Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei. Spenden zur Unterstützung des ehrenamtlich geführten Museums sind willkommen.
Mit dem Auto über die A45 (Abfahrt Stockstadt) oder die B8. Mit der Bahn bis Aschaffenburg, dann mit der Buslinie 41 oder 42 nach Karlstein.
An allen drei Tagen frei. Spenden für den Museumsbetrieb sind willkommen.
Wer mehr Zeit mitbringt, kombiniert den Besuch mit einer Tour durch das Maintal und einem Stopp im historischen Aschaffenburger Schlossgarten.
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Energiemuseum Karlstein (Faberhaus)
Kölner Straße 25, 63791 Karlstein a.Main