Verleihung des Carl-von-Ossietzky-Preises 2026 an die Publizistin Güner Yasemin Balcı durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann
Der Carl-von-Ossietzky-Preis ist die wichtigste Auszeichnung der Stadt Oldenburg im Bereich Zeitgeschichte und Politik. Er wird alle zwei Jahre an Persönlichkeiten verliehen, die sich im Geiste des in Oldenburg aufgewachsenen Friedensnobelpreisträgers Carl von Ossietzky für Demokratie, Pressefreiheit und Bürgerrechte einsetzen. Die Auszeichnung ist mit 10 000 Euro dotiert.
Preisträgerin 2026 ist die Publizistin Güner Yasemin Balcı, Autorin mehrerer Sachbücher und Romane, langjährige Journalistin und seit 2020 Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln. Die festliche Verleihung durch Oberbürgermeister Jürgen Krogmann findet am 21. Mai 2026 in Oldenburg statt — ein Termin, der weit über die Stadtgrenzen hinaus Aufmerksamkeit findet.
Der 1889 in Hamburg geborene und in Oldenburg aufgewachsene Carl von Ossietzky war Chefredakteur der Zeitschrift Die Weltbühne und wurde 1936 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Seine Aufdeckung der heimlichen Aufrüstung des Deutschen Reiches und seine bedingungslose pazifistische Haltung führten zu seiner Inhaftierung im nationalsozialistischen Deutschland; er starb 1938 an den Folgen der KZ-Haft. Die Stadt Oldenburg, in der Ossietzky seine Jugendjahre verbrachte, vergibt zu seinem Gedenken seit den 1980er Jahren den nach ihm benannten Preis.
Güner Yasemin Balcı, 1975 in Berlin-Neukölln geboren, wurde mit Romanen wie Arabboy und ArabQueen sowie als Filmautorin und Journalistin (taz, Welt am Sonntag, ZDF) bekannt. Ihre Arbeit thematisiert seit Jahren das Aufwachsen in migrantisch geprägten Großstadtmilieus, die Spannungen zwischen Tradition, Religion und individueller Freiheit sowie die Herausforderungen demokratischer Bildung. Seit 2020 ist sie Integrationsbeauftragte des Bezirks Berlin-Neukölln — eine Position, in der sie die Brücke zwischen publizistischer Auseinandersetzung und kommunalpolitischer Praxis schlägt.
Die festliche Verleihung erfolgt traditionell durch den Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg. 2026 spricht Jürgen Krogmann die Laudatio. Der Festakt umfasst musikalische Beiträge, die offizielle Übergabe der Auszeichnung und eine Dankesrede der Preisträgerin. Die Veranstaltung gilt als einer der bedeutendsten kulturpolitischen Termine im Oldenburger Stadtjahr.
Mit 10 000 Euro Dotierung und der internationalen Aufmerksamkeit, die jede Verleihung erhält, gehört der Carl-von-Ossietzky-Preis zu den profiliertesten Demokratiepreisen kommunaler Träger in Deutschland. Frühere Preisträger waren unter anderem Lev Kopelev, Walter Jens, Jutta Limbach, Robert Misik und das Internationale Auschwitz Komitee.
Am 21. Mai 2026 verleiht die Stadt Oldenburg den Carl-von-Ossietzky-Preis 2026 an die Publizistin und Integrationsbeauftragte Güner Yasemin Balcı. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hält die Laudatio und überreicht die Auszeichnung. Der Preis ist mit 10 000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.
Die Verleihung würdigt Balcıs publizistisches Werk zu Migration, Demokratie und Bürgerrechten sowie ihre kommunalpolitische Arbeit als Integrationsbeauftragte des Berliner Bezirks Neukölln. Der Festakt schließt sich an die jahrzehntelange Tradition des Preises an, der nach dem in Oldenburg aufgewachsenen Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky benannt ist.
Güner Yasemin Balcı ist eine der prominentesten publizistischen Stimmen zur Migrations- und Integrationspolitik in Deutschland. Ihre Bücher Arabboy und ArabQueen wurden viel diskutiert, ihre Beiträge in taz, Welt am Sonntag, Spiegel und ZDF prägen die öffentliche Debatte seit Jahren. Mit ihrem Wechsel 2020 ins Amt der Integrationsbeauftragten Berlin-Neukölln verbindet sie die publizistische Reflexion mit der unmittelbaren kommunalpolitischen Praxis — eine Doppelrolle, die der Preis besonders würdigt.
Der Festakt wird vom Oberbürgermeister der Stadt Oldenburg eröffnet, gefolgt von Laudatio, musikalischem Rahmenprogramm, Preisübergabe und Dankesrede der Preisträgerin. Vertreter aus Politik, Kultur und Wissenschaft, lokale Medien und Vertreter der Universität Oldenburg, die den Namen Carl von Ossietzky trägt, nehmen traditionell teil.
Das genaue Programm 2026 wird vom Veranstalter im Frühjahr/Sommer publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre :
Festveranstaltung — Teilnahme nach Einladung beziehungsweise nach Anmeldung über die Stadt Oldenburg.
Donnerstag, 21. Mai 2026 — festliche Verleihung in Oldenburg.
Der genaue Verleihungsort in Oldenburg wird durch die Stadt Oldenburg bekanntgegeben (in den Vorjahren u.a. PFL-Kulturzentrum, Schloss Oldenburg).
Die Verleihung ist eine offizielle Festveranstaltung der Stadt Oldenburg. Teilnahme nach Einladung beziehungsweise nach Anmeldung über die Pressestelle.
Informationen zur Verleihung, Programm und Preisträgerin auf oldenburg.de unter dem Bereich Kultur — Carl-von-Ossietzky-Preis.
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