30 Konzerte rund um die Uhr — Klassik in der UNESCO-Welterbe-Altstadt
Die Musikhochschule Lübeck — Sitz der internationalen Brahms-Gesellschaft, mit der bedeutendsten Brahms-Quellensammlung außerhalb Wiens — begeht seit 1992 jährlich im Mai ihr Brahms-Festival. Aus der ursprünglich akademisch geprägten Werkschau ist über drei Jahrzehnte ein offen kuratiertes Konzertformat geworden, das jährlich ein neues Thema in den Mittelpunkt stellt. 2006 erhielt das Festival den Brahms-Preis der Brahms-Gesellschaft Schleswig-Holstein.
Das Motto «Freiheit!» knüpft 2026 an einen historischen Anlass an: Vor 800 Jahren, 1226, gewährte Kaiser Friedrich II. der Stadt Lübeck den Reichsfreiheitsbrief — die Befreiung aus landesherrlicher Bindung und damit die Grundlage der späteren Hanse-Tradition. Aus diesem Anlass spielt das Festival ein durchgehend «freiheitsbezogenes» Programm: Werke aus dem Geist der Französischen Revolution, Komponisten im Widerstand, Improvisation als musikalische Freiheitsgeste.
Das Festival ist «rund um die Uhr» programmiert. Zu den festen Programmsäulen gehören:
Hauptspielort ist der Große Saal der Musikhochschule Lübeck in der Großen Petersgrube. Daneben werden Lübecker Altstadt-Orte bespielt: St. Jakobi (für die Orgelmorgen), die Villa Brahms, das Veranstaltungsforum «Forum Hanseatischer Kaufmann» und weitere historische Räume. Die UNESCO-Welterbe-Altstadt ist damit über das gesamte Festival in den Konzertkanon eingebunden.
Das Brahms-Festival ist Werkstattort einer Hochschule, an dem die Studierenden Hauptträger des Programms sind — eingerahmt von Lehrenden und prominenten Gästen. Über 250 Beteiligte machen das Festival zu einem der größten Hochschul-Festivals Deutschlands. Wer die Klassikszene von morgen entdecken will, kommt zum Brahms-Festival.
Das Festival entfaltet das «Freiheit!»-Motto in mehreren Programmlinien: Befreiungs-Sinfonik, Musik aus Widerstand und Exil, Improvisation als ästhetische Freiheitsgeste, Lübecker Stadtgeschichte als roter Faden. Eingerahmt wird das Festivalprogramm von Symphoniekonzerten an Eröffnung und Schluss, dazwischen Orgelmorgen in St. Jakobi, Beethoven-Lunchtime-Concerts und die experimentelle «Brahms Night Lounge».
Detailliertes Tagesprogramm mit Künstlern, Werkverzeichnis und Sitzplänen auf mh-luebeck.de/en/brahms-festival.
Mit der Bahn bis Lübeck Hauptbahnhof, von dort 15 Minuten zu Fuß in die Altstadt zur Musikhochschule. Mit dem Auto über die A1 (Abfahrt Lübeck-Mitte oder Lübeck-Zentrum).
Festivalpass: 80 € (ermäßigt 50 €) für alle Abendkonzerte.
Einzelne Abendkonzerte: 15–20 € (ermäßigt 9–13 €).
Villa-Brahms-Nachmittagskonzerte: 8–11 €.
Lunchtime Concerts: 11 € (ermäßigt 8 €).
Viele Veranstaltungen sind frei zugänglich.
Karten über luebeck-ticket.de und das Festivalbüro.
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Musikhochschule Lübeck und Spielorte der Altstadt
Große Petersgrube 17-29, 23552 Lübeck