200 Filmschaffende aus 120 Ländern – das Nachwuchsprogramm der Berlinale lädt zu sechs Tagen Werkstatt, Talks und Public Programme rund um den Potsdamer Platz
Was 2003 als 'Talent Campus' begann, ist heute eines der renommiertesten Nachwuchsprogramme im internationalen Filmgeschäft. Jährlich werden aus mehreren tausend Bewerbungen rund 200 Talente ausgewählt – aufgeteilt auf 15 Gewerke vom Regieführen über Drehbuch, Produktion, Kamera, Schnitt, Ton bis zu VR und Animation. 2026 wurden 200 Talents (110 weiblich, 81 männlich, drei non-binär, sechs ohne Angabe) aus 3.438 Bewerbungen aus 120 Ländern ausgewählt.
Das Motto 2026 spielt mit dem schöpferischen Potenzial des Unbehagens. Wie geht zeitgenössisches Kino mit politischer Unsicherheit, gesellschaftlichem Bruch und psychischem Druck um? Wie lassen sich Themen erzählen, die das Publikum bewusst herausfordern? Die thematischen Stränge führen Talents wie internationales Branchenpublikum durch Workshops, Studios, Mentoring-Formate und öffentliche Talks.
Neu 2026 ist das Berlinale Talents Lab, in dem 20 ausgewählte Alumni-Projekte aus Fiktion, Dokumentation, Animation und Experimentalfilm einen kollaborativen Raum erhalten – mit Mentor:innen, internationalen Partnern und gezielter Werkstattbegleitung. Parallel präsentiert der Talent Project Market 10 Alumni-Projekte den Branchenvertretern des Berlinale Co-Production Market, mit dem Ziel, Koproduktionspartner zu finden. Erstmals werden 2026 Kostümbildnerinnen und -bildner in die Auswahl aufgenommen – ein Reflex auf die wachsende Bedeutung des Gewerks in der globalen Serien- und Filmproduktion.
Auch ein breiteres Berliner Publikum kann sich aufs Festival einlassen: Das Public Programme im HAU Hebbel am Ufer (Hallesches Ufer 32, Kreuzberg) ist offen, ticketiert und richtet sich an Filminteressierte und Studierende. Live-Diskussionen, Masterclasses und Werkstattgespräche mit renommierten Filmschaffenden – häufig in englischer Sprache – ergänzen die geschlossenen Talent-Sessions.
Die Ausgabe 2026 steht im Zeichen einer kuratorischen Doppelbewegung: 'Creating (and) Confusion' fragt, wie filmisches Erzählen produktiv mit politischer, gesellschaftlicher und psychischer Unsicherheit umgeht. Die ausgewählten 200 Talents verteilen sich auf 15 Gewerke und kommen aus 120 Ländern – die größte geografische Vielfalt der Berlinale-Talents-Geschichte. Erstmals 2026 sind Kostümbildnerinnen und -bildner Teil der Auswahl.
Das Berlinale Talents Lab ist eine wichtige Programminnovation 2026: 20 Alumni-Projekte aus Fiktion, Dokumentation, Animation und Experimentalfilm werden in einem kollaborativen Werkstattformat begleitet, um die Projekte produktionsreif zu machen. Parallel präsentiert der Talent Project Market 10 Alumni-Projekte gezielt dem Berlinale Co-Production Market und sucht Koproduktionspartner. Das Public Programme im HAU richtet sich an die Berliner Öffentlichkeit.
Genauer Tagesplan auf berlinale-talents.de. Sprache der meisten Sessions: Englisch.
Public Programme: HAU Hebbel am Ufer, Stresemannstraße 29 / Hallesches Ufer 32 (U-Bahn U1/U6 Hallesches Tor). Berlinale-Campus und akkreditierter Bereich: Potsdamer Platz (U2 Potsdamer Platz / S+U Potsdamer Platz). Anreise mit ÖPNV dringend empfohlen.
Die Talents-Programme selbst sind exklusiv für die ausgewählten 200 Talente und akkreditiertes Branchenpublikum. Das Public Programme im HAU ist über die Berlinale-Ticketkasse und HAU-Ticketing zugänglich. Preise variieren je nach Format.
Berlinale Talents, ein Programm der Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale Pro). Auswahljury, Mentoring und kuratorische Leitung wechseln jährlich.
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HAU Hebbel am Ufer + Potsdamer Platz (Berlinale-Campus)
Potsdamer Straße 5, 10785 Berlin