Tradition des Lausitzer Braunkohlebergbaus seit 1953
Wenn Anfang Juli im Schlosspark Lauchhammer-West die Parkeisenbahn ihre Fahrten aufnimmt, Bratwürste auf dem Grill brutzeln und Blaskapellen Bergmannslieder spielen, ist Bergmannstag. Der Festtag ist eine zentrale Tradition der Stadt Lauchhammer und reicht in seinen Wurzeln bis ins Jahr 1953 zurück — also bis zur Verleihung der Stadtrechte. Damals wurde der Bergmannstag eingeführt, um die Lausitzer Braunkohle-Tradition zu feiern, von der die Stadt jahrzehntelang gelebt hat.
Schauplatz des Festes ist der historische Schlosspark im Stadtteil Lauchhammer-West. Der Park entstand im 18. Jahrhundert rund um das einstige Schloss der Familie von Löwendal, die hier auch das berühmte Eisenhüttenwerk Lauchhammer gründete — eine der frühesten Eisengießereien Europas, deren Bronzeguss bis ins 21. Jahrhundert weltberühmt war. Der Park ist heute ein grünes Erholungsgebiet mit altem Baumbestand und Spielplätzen.
Lauchhammer ist eine Stadt im Landkreis Oberspreewald-Lausitz, geprägt vom Strukturwandel der Lausitzer Braunkohleregion. Bis 1990 war hier die BKW Lauchhammer (Braunkohlenwerke) der größte Arbeitgeber, der Tagebau Klettwitz lieferte Kohle für ein eigenes Kraftwerk. Nach dem Niedergang der DDR-Industrie wandelte sich die Stadt — heute ist sie Teil des Lausitzer Seenlandes, die alten Tagebaue sind als Seen geflutet. Der Bergmannstag erinnert an diese Geschichte und feiert die Menschen, die sie geschrieben haben.
Die Parkeisenbahn Lauchhammer, betrieben vom Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V., ist eine der ältesten Parkbahnen Deutschlands. Sie feierte 2025 ihren 70. Geburtstag. Am Bergmannstag fährt sie im Pendelverkehr durch den Park und ist Magnet für Kinder aus der ganzen Region.
Der Bergmannstag 2026 in Lauchhammer wird am 5. Juli 2026 begangen — immer am 1. Sonntag im Juli. Veranstaltungsort ist der Schlosspark Lauchhammer-West, das grüne Zentrum der Stadt. Träger sind die Stadt Lauchhammer und der Traditionsverein Braunkohle Lauchhammer e.V., der auch die Parkeisenbahn betreibt.
Das Festkonzept ist seit Jahrzehnten gleich: Familienprogramm im Park, Musik auf der Bühne, Erinnerung an die Bergbau-Tradition. Was sich verändert, ist die Bedeutung — nach dem Ende des Braunkohle-Bergbaus in der Region wird das Fest immer mehr zu einem Akt kollektiver Erinnerung und zu einem Familienfest, das das Lausitzer Lebensgefühl pflegt.
Detailprogramm mit Bühnenzeiten erscheint in den lokalen Mitteilungsblättern und auf der Website der Parkeisenbahn.
Eintritt frei. Parkeisenbahn ca. 2-3 € pro Fahrt. Speisen und Getränke vor Ort.
Mit dem Auto über die A13 Ausfahrt Ruhland/Lauchhammer, ca. 25 km nördlich von Dresden bzw. südlich von Cottbus. Mit der Bahn RE49 bis Lauchhammer-Mitte, dann Bus oder 20 Minuten Fußweg in den Stadtteil Lauchhammer-West.
Freier Eintritt für alle Besucher. Parkeisenbahn: kleines Fahrgeld (ca. 2-3 € pro Fahrt). Speisen und Getränke vor Ort einzeln zahlen.
Sonntag, 5. Juli 2026 ab 11:00 Uhr im Schlosspark Lauchhammer-West. Der Festtag findet immer am 1. Sonntag im Juli statt.
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Schlosspark Lauchhammer-West
Schlosspark Lauchhammer-West, 01979 Lauchhammer
Lauchhammer (12066)
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