Kunst in leerstehenden Räumen — Motto «In der Vorstellung»
Das Begehungen-Kunstfestival ist eine Chemnitzer Erfindung: 2003 gegründet, mit dem Konzept, jedes Jahr ein anderes leerstehendes oder ungenutztes Gebäude der Stadt zu besetzen und für ein Wochenende oder eine Woche in eine ortsspezifische Kunstausstellung zu verwandeln. In den über zwanzig Ausgaben hat das Festival Industriebrachen, ehemalige Kaufhäuser, Bahnhöfe und Verwaltungsgebäude bespielt — und sich zu einem der renommiertesten Kunstereignisse Sachsens entwickelt.
2026 fällt die Wahl auf das ehemalige Schauspielhaus in der Zieschestraße 28, im Park der Opfer des Faschismus gelegen. Das Gebäude steht wegen Baumängeln seit längerem leer und wird vom Theater Chemnitz nicht bespielt — eine geradezu prototypische Begehungen-Situation. Über etwa zwei Wochen entsteht hier eine Ausstellung mit Beiträgen aus Bildender Kunst, Performance, Installation, Video und Klang.
Das Motto «In der Vorstellung» reagiert auf eine Gegenwart, in der die Grenzen zwischen Realität und Simulation zunehmend verschwimmen — KI-generierte Bilder, gefälschte Videos, parallele Realitäten in sozialen Medien. Das Festival fragt nach den «gefährlichen Inszenierungsstrategien der Realität» und sucht künstlerische Antworten. Damit reiht sich Begehungen 2026 thematisch in die Programmlinie von Theater der Welt 2026 ein — die beiden Festivals arbeiten ausdrücklich zusammen.
Die 23. Ausgabe wird zum Teil über Crowdfunding finanziert — Begehungen e.V. setzt damit ein Zeichen für unabhängige Kulturproduktion. Inklusion ist ausdrücklich Teil des Konzepts: Gebärdensprachdolmetschung, Audioführungen mit Beschreibung, taktile Modelle, barrierefreier Zugang und kulturelle Begleitangebote werden eingerichtet.
Chemnitz, Europäische Kulturhauptstadt 2025, hat eine eigene, oft unterschätzte Kunstszene. Begehungen ist neben dem KOSMOS-Festival, dem Theater Chemnitz und der neuen Sächsischen Galerie eine der prägenden Institutionen. Wer das Festival besucht, sollte sich auch die anderen 2026-Programme der Kulturhauptstadt-Nachfolge anschauen.
Das ehemalige Schauspielhaus an der Zieschestraße — wegen Baumängeln nicht bespielt — wird für gut zwei Wochen zur Galerie. Künstlerinnen und Künstler arbeiten ortsspezifisch: Bildende Kunst, Performance, Installation, Video, Klang. Die Auswahl reflektiert die «gefährlichen Inszenierungsstrategien der Realität» — KI-Bilder, gefälschte Videos, mediale Konstruktionen. Inklusionsangebote: Gebärdensprache, Audioführungen, taktile Modelle, barrierefreier Zugang.
Detailprogramm und Crowdfunding auf begehungen-festival.de.
Schauspielhaus Chemnitz, Zieschestraße 28, im Park der Opfer des Faschismus, 09111 Chemnitz. Vom Hauptbahnhof zu Fuß in 12 Min., mit Tram zur Haltestelle Zentralhaltestelle.
Eröffnung 19. Juni 2026, 18 Uhr. Anschließend täglich 11 — 20 Uhr, Fr.+Sa. bis 21 Uhr.
Eintritt regulär kostenpflichtig (kleiner Beitrag), Crowdfunding-finanziert. Inklusionsangebote ohne Aufpreis.
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Schauspielhaus Chemnitz (Zieschestraße 28)
Zieschestraße 28, 09111 Chemnitz, 09111 Chemnitz