Internationales Festival für Barockoper im UNESCO-Welterbe Markgräfliches Opernhaus
Das Herzstück von Bayreuth Baroque ist das Markgräfliche Opernhaus, eines der besterhaltenen Theaterbauten des europäischen Barock. 1748 unter Markgräfin Wilhelmine von Bayreuth — der Lieblingsschwester Friedrichs des Großen — vom italienischen Theaterarchitekten Giuseppe Galli Bibiena errichtet, wurde es 2012 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Nach mehrjähriger Restaurierung erstrahlt das Haus seit 2018 wieder in originaler Pracht und bot 2020 die ideale Spielstätte für ein neues Festival.
Im Mittelpunkt jedes Festivaljahrgangs steht eine szenisch aufwendig produzierte Barockoper, oft Werke, die seit der barocken Erstaufführung nicht oder kaum gespielt wurden. Dazu kommen Konzerte mit international gefeierten Spezialisten der historischen Aufführungspraxis, Künstlergespräche, Galadinners im Schlosshof, Brunchs und Festivalführungen. Resident-Ensemble ist das polnische Wrocław Baroque Orchestra unter dem griechischen Dirigenten Markellos Chryssicos.
Künstlerischer Leiter ist seit der ersten Ausgabe Max Emanuel Cencic, einer der renommiertesten Countertenöre seiner Generation. Cencic prägt das Festival nicht nur durch die Programmauswahl, sondern auch durch eigene Inszenierungen und Auftritte in den Titelrollen. Sein Programmprofil setzt auf Wiederentdeckungen aus dem italienischen, französischen und deutschen Barockrepertoire — Werke von Händel, Vinci, Porpora, Hasse, Caldara und Telemann standen bereits auf dem Spielplan.
Über das Opernhaus hinaus bespielt Bayreuth Baroque weitere historische Spielstätten in Bayreuth: die Schlosskirche, die Stadtkirche, das neu eröffnete Friedrichsforum und das Neue Schloss. Die Konzerte sind oft thematisch mit der Hauptproduktion verbunden und ermöglichen es dem Publikum, die Werkstatt der barocken Vokalkunst aus nächster Nähe zu erleben.
Bayreuth Baroque zieht ein internationales Publikum aus den USA, Japan, Großbritannien und ganz Europa nach Bayreuth. Mit dem Festival ist die markgräfliche Residenzstadt — sonst vor allem mit Richard Wagner assoziiert — erneut zu einem Knotenpunkt der europäischen Hochkultur geworden. Das Festival arbeitet mit den Bayreuther Festspielen, den Musica Bayreuth und dem Welterbe-Management eng zusammen.
Im Mittelpunkt der siebten Festivalausgabe 2026 steht Floridante (HWV 14) von Georg Friedrich Händel — eine seiner selten gespielten Opern, uraufgeführt 1721 in London. Die Neuproduktion wird von Max Emanuel Cencic inszeniert und übernimmt mit ihm in der Titelrolle einen Countertenor von Weltrang. An seiner Seite die Sopranistin Eva Zalenga und die Mezzosopranistin Sonja Runje. Die Bühne stammt vom verstorbenen Helmut Stürmer (gestorben Oktober 2025) — ein letztes Werk des renommierten Bühnenbildners —, die Kostüme von Corina Gramosteanu und das Licht von Christoph Pöschko. Das Wrocław Baroque Orchestra spielt unter Markellos Chryssicos.
Floridante wird sechsmal aufgeführt — am 4., 6., 8., 10., 12. und 13. September 2026 im Markgräflichen Opernhaus.
Konzertgäste sind unter anderem der französische Countertenor Christophe Dumaux, die russische Sopranistin Julia Lezhneva sowie das Vokalensemble The Sopranos. Im neu eröffneten Friedrichsforum findet das Sonderprogramm Caesar meets Rodelinda statt — eine konzertante Begegnung zweier Händel-Königinnen.
Inszenierung: Max Emanuel Cencic (auch Titelrolle)
Eva Zalenga (Sopran), Sonja Runje (Mezzosopran)
Wrocław Baroque Orchestra, Leitung: Markellos Chryssicos
Bühne: Helmut Stürmer
Kostüme: Corina Gramosteanu
Licht: Christoph Pöschko
Tickets über bayreuthbaroque.de. Vorverkauf läuft seit 11. Dezember 2025. Preise je nach Vorstellung und Kategorie zwischen etwa 25 € (Konzerte in Kirchen) und 350 € (Premiumplätze bei Floridante).
Mit der Bahn bis Bayreuth Hauptbahnhof — das Opernhaus liegt etwa 10 Minuten zu Fuß entfernt. Mit dem Auto über die A9 (Abfahrt Bayreuth-Süd) oder A70.
Vorverkauf über bayreuthbaroque.de — der Verkauf für die Ausgabe 2026 begann am 11. Dezember 2025. Preise variieren stark je nach Aufführung und Platzkategorie; Premiumkategorien im UNESCO-Saal sind regelmäßig schnell ausverkauft.
Festival-Brunchs und Galadinners sind ergänzend buchbar und finden in den umliegenden Schlosseinrichtungen statt — separate Anmeldung erforderlich.
Ein Besuch im UNESCO-Welterbe selbst lohnt sich auch tagsüber: Führungen durch das Markgräfliche Opernhaus werden täglich angeboten.
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Markgräfliches Opernhaus Bayreuth (UNESCO-Welterbe) und weitere Spielstätten
Opernstraße 14, 95444 Bayreuth