Traditionswoche zu Ehren der heiligen Adelheid von Vilich — 1011. Todestag und 60 Jahre offizielle Verehrung
Bonn-Vilich, rechtsrheinischer Stadtteil im Bonner Stadtbezirk Beuel, ist eng mit dem Namen der heiligen Adelheid von Vilich verbunden. Adelheid (gestorben am 5. Februar 1015) war erste Äbtissin des Damenstifts Vilich und gilt als eine der wichtigsten geistlichen Persönlichkeiten des frühmittelalterlichen Rheinlands. Ihre Reliquien werden bis heute in der Stifts- und Pfarrkirche St. Peter aufbewahrt, deren romanischer Kern auf das 11. Jahrhundert zurückgeht. Das jährliche Adelheidisfest hält die Erinnerung an die Heilige und das mittelalterliche Stift lebendig.
Die Ausgabe 2026 ist aus zwei Gründen besonders: Es ist der 1011. Todestag der Heiligen — und es jährt sich zum 60. Mal die offizielle Bestätigung der jahrhundertelang gepflegten Verehrung durch Papst Paul VI. im Jahr 1966. Die katholische Pfarrgemeinde Vilich und das Erzbistum Köln nutzen das Jubiläum, um das Festprogramm besonders breit aufzustellen: Festmessen, Lichterprozession, geistliche Impulse, ein wissenschaftliches Kolloquium und mehrere musikalische Akzente.
Vom 1. bis zum 8. Februar 2026 zieht sich das Programm durch die Vilicher Kirchengemeinde und ihre Schwester-Pfarreien rund um Schwarzrheindorf. Die feierliche Festhochmesse am Samstag, 7. Februar, um 18:00 Uhr bildet einen ersten Höhepunkt, gefolgt vom Festgottesdienst am Sonntag, 8. Februar, um 11:00 Uhr und der anschließenden Lichterprozession durch das alte Vilich: Kinder mit Laternen, Erwachsene mit Kerzen, die Reliquienbüste der heiligen Adelheid in der Mitte — ein bewegender Abschluss, der Tradition, Geschichte und gelebten Glauben verbindet.
Eingebettet ist das Fest in ein wissenschaftliches Kolloquium am 5. Februar in der Doppelkirche St. Maria und St. Clemens Schwarzrheindorf — der Untere Kirche der berühmten Doppelkapelle aus dem 12. Jahrhundert, deren Weihe sich 2026 zum 875. Mal jährt. Drei Vorträge zur Architektur rheinischer Frauenchöre im Hochmittelalter, zum Ezechiel-Zyklus von Schwarzrheindorf und zur Lichtsymbolik in der Doppelkapelle vereinen Bauforschung, Kunstgeschichte und Theologie. Der Eintritt zum Kolloquium ist frei.
Das Adelheidisfest ist mehr als eine kirchliche Festwoche — es ist ein Stück Identitätspflege des rechtsrheinischen Bonn. Während das linke Rheinufer mit Beethoven, Bundeshaus und Universität die mediale Aufmerksamkeit absorbiert, hält die rechtsrheinische Seite mit Mittelalter, Stiftskultur und Volksfrömmigkeit eine andere Stadtgeschichte lebendig. Im Bundesland Nordrhein-Westfalen und in der Bundesstadt Bonn wird das Fest vom Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch e.V. in enger Kooperation mit der Pfarrgemeinde getragen.
Das Adelheidisfest 2026 in Bonn-Vilich findet vom 1. bis 8. Februar 2026 statt. Es ist ein Jubiläumsjahr: 1011. Todestag der heiligen Adelheid und 60 Jahre seit der offiziellen Verehrungs-Bestätigung durch Papst Paul VI. (1966).
Vollständiges Detailprogramm und genaue Vortragszeiten unter denkmalverein-bonn.de und auf den Pfarrbriefen der Gemeinde Vilich.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Spenden für die Pfarrgemeinde und den Denkmal- und Geschichtsverein Bonn-Rechtsrheinisch sind willkommen.
ÖPNV: Bus 640 oder 537 ab Bonn-Beuel Bahnhof bis Haltestelle Vilich Kirche, dann 2 Minuten Fußweg. Auto: A59 Ausfahrt Bonn-Beuel-Ost, dann B56 Richtung Vilich. Parken auf dem Friedhofs-Parkplatz oder den Seitenstraßen rund um St. Peter.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und öffentlich zugänglich. Spenden sind willkommen.
Februartemperaturen einplanen — warme Kleidung und feste Schuhe für die Lichterprozession.
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Stifts- und Pfarrkirche St. Peter Bonn-Vilich (und Doppelkirche Schwarzrheindorf)
Adelheidisstraße 8, 53225 Bonn