Eines der ältesten Nachwuchsfilmfestivals der Welt – ohne Wettbewerb, mit Austausch
Die Werkstatt der Jungen Filmszene ist eines der traditionsreichsten und ältesten Nachwuchsfilmfestivals weltweit. Seit den 1960er Jahren bietet sie jungen Filmemacher:innen aus dem deutschsprachigen Raum eine Plattform, ihre Arbeiten zu zeigen, sich kennenzulernen und voneinander zu lernen. 2026 läuft die 61. Auflage – ein Jubiläum, das die Kontinuität und Bedeutung des Formats unterstreicht. Veranstalter ist der Bundesverband Jugend und Film e.V. (BJF).
Was die Werkstatt von vielen anderen Filmfestivals unterscheidet, ist ihre bewusste Verweigerung des Wettbewerbs. Es gibt keinen Hauptpreis, keinen Siegerfilm, keine Jury, die Ranglisten erstellt. Stattdessen steht der kollektive Austausch im Vordergrund: Filme werden gezeigt, gemeinsam diskutiert, in Workshops vertieft. Die Atmosphäre ist konsequent auf Lernen und Vernetzen ausgerichtet, nicht auf Konkurrenz. Diese programmatische Setzung ist in der Filmfestival-Landschaft selten und macht die Werkstatt zu einer geschätzten Adresse für junge Filmemacher:innen, die ein wirklich diskursives Format suchen.
Teilnahmeberechtigt sind Filmemacher:innen unter 27 Jahren, die im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz, deutschsprachige Communities international) arbeiten. Alle Formate und Genres werden akzeptiert – Spielfilm, Dokumentation, Animation, Experimentalfilm, Musikvideo. Es gibt keine Längenbeschränkung. Die einzige Bedingung: Die Filme dürfen nicht älter als zwei Jahre sein. Einreichungsschluss ist Anfang Februar des jeweiligen Festivaljahres.
Vier Tage umfasst das Programm: Filmsichtungen in mehreren parallelen Reihen, Werkstatt-Gespräche, Workshops zu konkreten filmtechnischen und gestalterischen Themen, Networking-Veranstaltungen und Filmemacher-Talks. Aus dem Programm gehen jedes Jahr Nominierungen für renommiertere Festivals wie Up-and-Coming und den Youth Cinema Network Award hervor – die Werkstatt fungiert damit als Sprungbrett in die internationale Festivallandschaft.
Hauptspielort ist das Wilhelm-Kempf-Haus in Wiesbaden-Naurod – ein Bildungs- und Tagungshaus der Diözese Limburg, das durch seine ruhige Lage am Stadtrand Wiesbadens und seine umfangreichen Übernachtungs- und Tagungsmöglichkeiten ideal für ein viertägiges intensives Festival geeignet ist. Teilnehmer:innen können vor Ort übernachten, was den Workshop- und Austauschcharakter zusätzlich vertieft. Ergänzend wird die Caligari FilmBühne in der Wiesbadener Innenstadt als zweiter Spielort genutzt – ein klassisches Programmkino, das die öffentlichen Sichtungen für ein breiteres Publikum öffnet.
Wiesbaden hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Filmstandorte Deutschlands entwickelt. Das Deutsche Filminstitut & Filmmuseum (DFF), das goEast Festival, das Deutsche Fernsehkrimi-Festival und das exground filmfest – alle haben hier ihren Sitz. Die Werkstatt der Jungen Filmszene fügt sich in diese Landschaft als jenes Format ein, das speziell den Filmnachwuchs fördert und ihm einen geschützten Raum gibt, der jenseits der kommerziellen Festival-Logik funktioniert.
Finanziell und programmatisch unterstützt wird die Werkstatt vom Kulturbüro Rheinland-Pfalz, das die wichtige Rolle des Festivals für die Filmnachwuchsförderung anerkennt. Träger ist der Bundesverband Jugend und Film e.V., der bundesweit Strukturen für junge Filmemacher:innen aufbaut. Diese Förderlandschaft macht die Werkstatt zu einem der best abgesicherten Nachwuchs-Festivals Deutschlands.
Die 61. Ausgabe folgt dem etablierten Format der Werkstatt: ohne Wettbewerb, dafür mit intensivem Austausch und Workshops. Einreichungsschluss war Anfang Februar 2026, das Programm wird in den Wochen vor dem Festival auf werkstatt.jungefilmszene.de veröffentlicht. Teilnahme für Filmemacher:innen unter 27, öffentliche Sichtungen in der Caligari FilmBühne.
Teilnahmegebühr für angemeldete Filmemacher:innen über die Festival-Website. Öffentliche Vorführungen in der Caligari FilmBühne zum Standard-Eintritt.
Mit der Bahn: Hauptbahnhof Wiesbaden, dann Bus 21 nach Naurod (Wilhelm-Kempf-Haus, ca. 25 min) oder zu Fuß in die Innenstadt zur Caligari FilmBühne. Mit dem Auto: A66 oder A3, Ausfahrt Wiesbaden-Nord, dann Beschilderung Naurod. Parken am Wilhelm-Kempf-Haus.
Teilnahme für Filmemacher:innen unter 27 Jahren nach Anmeldung über die Festival-Website. Einreichungsschluss Anfang Februar. Öffentliche Vorstellungen in der Caligari FilmBühne mit Standard-Eintritt.
Wer Filmemacher:in ist und unter 27: spätestens im Januar einreichen. Wer als Publikum kommen will: die öffentlichen Vorführungen in der Caligari FilmBühne sind zugänglich, das Programm wird vor dem Festival auf werkstatt.jungefilmszene.de veröffentlicht.
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Wilhelm-Kempf-Haus Naurod / Caligari FilmBühne
Wilhelm-Kempf-Haus, Im Himmelsfeld 7, 65207 Wiesbaden