Norddeutschlands größtes Historienfest feiert 50. Jubiläum
Seit Jahrzehnten gehört das Sehusafest zu den Veranstaltungen, mit denen Seesen über die Grenzen des Harzes hinaus bekannt ist. Was als kleines Historienfest mit lokalen Vereinen begann, hat sich zu einer Großveranstaltung mit mehr als tausend Mitwirkenden entwickelt. Das Konzept ist konsequent zeitbezogen: Jede Szene wird so präzise wie möglich kostümiert, ausgestattet und sprachlich begleitet, und die unterschiedlichen Epochen werden geografisch voneinander getrennt im Park inszeniert.
Das zentrale Marktgelände im Schlosspark bietet Stände, an denen Schmiede, Glasbläser, Drechsler, Färber, Bogenmacher, Kürschner und Pergamentschreiber ihr Handwerk vorführen. Lagerstätten mit aufgestellten Zelten zeigen das Alltagsleben in Spätmittelalter und früher Neuzeit. In der inszenierten Renaissance-Markthalle entsteht eine geschlossene Atmosphäre mit Musik, Wein, Vorlesungen und Tafelszenen.
Mehrere Bühnen bespielen das Wochenende mit historisch informierter Musik: Sackpfeifen, Drehleiern, Schalmeien und Trommelgruppen wechseln mit Renaissance-Tanz, Barockensembles und Liedern aus dem Rokoko. Schauspielergruppen inszenieren Szenen aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges und führen damit zu einem der historisch dramatischsten Kapitel der Region.
Zum 50. Jubiläum 2026 dehnt der Sehusafest-Verein das Fest erstmals auf drei Tage aus. Damit verlängert sich die Möglichkeit, die unterschiedlichen Programmteile zu erleben, ohne sich am üblichen Wochenend-Slot zu drängen. Festumzüge, Eröffnungszeremonie, Musikabende und Tagesprogramme verteilen sich über Freitag, Samstag und Sonntag.
Seesen, ursprünglich Sehusa, liegt im westlichen Harzvorland und blickt auf mehr als tausend Jahre Stadtgeschichte zurück. Mit dem Jacobsonhaus, dem Sehusapark und seiner Lage am Rand der Mittelgebirgsregion bildet die Stadt eine passende Kulisse für ein Fest, das Geschichte konsequent in den Mittelpunkt rückt.
Die Verlängerung auf drei Tage ist die wichtigste programmatische Neuerung der Jubiläumsausgabe. Der Sehusafest-Verein nutzt das zusätzliche Festzeitfenster, um die Lagerszenen länger sichtbar zu machen, mehr Musik einzuladen und die Eröffnungszeremonie mit einem zusätzlichen Festakt zu versehen.
Die Renaissance-Markthalle gilt als programmatisches Herzstück und kombiniert Tafelszenen, Musik und Handwerk in einer geschlossenen Inszenierung. Drumherum verteilen sich Lagerstätten, die jeweils einer eigenen Epoche zugeordnet sind. Besucher können einzelne Lager betreten, mit den Mitwirkenden sprechen und das Alltagsleben unterschiedlicher Jahrhunderte erleben.
Ein eigener Programmstrang widmet sich der Zeit des Dreißigjährigen Krieges, der die Harzregion stark prägte. Inszenierungen, Vorträge und musikalische Programme greifen das Thema auf und verbinden es mit konkreten lokalhistorischen Bezügen.
Das genaue Detailprogramm 2026 wird vom Veranstalter im Spätsommer publiziert. Die Struktur folgt den bewährten Eckpunkten der Vorjahre:
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