Ausstellungseröffnung und Festakt zum 40. Jubiläum einer ungewöhnlichen deutsch-deutschen Städtepartnerschaft
1986 — drei Jahre vor dem Mauerfall — schlossen Saarlouis im Saarland und Eisenhüttenstadt in Brandenburg eine Städtepartnerschaft. Was heute selbstverständlich klingt, war damals eine politische Geste: eine der wenigen aktiven ost-westdeutschen Stadtbindungen, die in der Spätphase der DDR noch zustande kamen. 40 Jahre später wird dieses Datum mit einer Sonderausstellung gewürdigt.
Am Samstag, 23. Mai 2026, um 11:00 Uhr eröffnet das Städtische Museum Eisenhüttenstadt eine Sonderausstellung unter dem Titel „40 Jahre Saarlouis – Eisenhüttenstadt“. Sie zeigt Fotografien, Dokumente, Briefe und Erinnerungsstücke aus 40 Jahren gegenseitiger Besuche, Schüleraustauschen, Vereinskontakten und politischen Gesten. Eine Spurensuche in zwei sehr verschiedenen Städten, die sich gegenseitig zur zweiten Heimat geworden sind.
Eisenhüttenstadt im Landkreis Oder-Spree ist die jüngste Stadt Brandenburgs. Ursprünglich 1950 unter dem Namen „Stalinstadt“ am Reißbrett geplant — als sozialistische Wohn- und Industriestadt rund um das damalige Eisenhüttenkombinat Ost — ist die Stadt heute eines der am besten erhaltenen Beispiele sozialistischer Stadtbaukunst in Europa. Wohnkomplexe I bis VII, der Stadtkern an der Magistrale und das Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR machen Eisenhüttenstadt zu einem ungewöhnlichen Lernort.
Saarlouis im Saarland, gegründet 1680 von Ludwig XIV., trägt eine ganz andere Geschichte: französische Festungsstadt, später deutsche Industriestadt mit großem Ford-Werk. Diese Gegensätzlichkeit — sozialistische Planstadt und barocke Festungsstadt — ist Teil dessen, was die Partnerschaft besonders spannend macht. Die Ausstellung 2026 nimmt diesen Kontrast zum Anlass, deutsche Stadtgeschichte aus zwei Perspektiven zu erzählen.
Der Festakt beginnt um 11:00 Uhr mit der Begrüßung durch die Stadt Eisenhüttenstadt. Vertreterinnen und Vertreter der Partnerstadt Saarlouis sind zu Gast. Anschließend wird die Sonderausstellung eröffnet, die Fotografien, Dokumente, Briefe und Objekte aus 40 Jahren Städtepartnerschaft zeigt.
Die Städtepartnerschaft Saarlouis–Eisenhüttenstadt ist eine der wenigen, die noch zu DDR-Zeiten zustande kamen — ein Sonderfall in der Geschichte der deutsch-deutschen Beziehungen.
Quelle: eisenhuettenstadt.de.
Städtisches Museum Eisenhüttenstadt. Per Bahn bis Eisenhüttenstadt, dann mit dem Bus in die Innenstadt. Per Auto über die A12 ab Berlin in ca. 1 Stunde 30 Minuten erreichbar.
Eintrittsmodalitäten für die Sonderausstellung und den Festakt werden von der Stadt Eisenhüttenstadt rechtzeitig bekanntgegeben.
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