Fünf Tage Glaube, Politik und Begegnung im fränkischen Bischofssitz — unter dem Motto „Hab Mut, steh auf!"
Der Deutsche Katholikentag ist eines der ältesten und größten Laientreffen des organisierten Katholizismus in Europa. Seit 1848 versammelt das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) alle zwei Jahre Gläubige, Theologen, Politiker und gesellschaftliche Akteure für rund fünf Tage in einer wechselnden Gastgeberstadt. 2026 war Würzburg an der Reihe — die erste Ausrichtung der Veranstaltung in der fränkischen Bischofsstadt seit 1907.
Würzburg, mit rund 130.000 Einwohnern Oberzentrum Unterfrankens und Sitz des Bistums Würzburg, gehört zum Bundesland Bayern und ist Hauptstadt des gleichnamigen kreisfreien Stadtkreises. Mit der Residenz (UNESCO-Weltkulturerbe), dem Dom St. Kilian und der Festung Marienberg verfügt die Stadt über die Kulisse, die ein Großevent wie den Katholikentag verlangt. In der lokalen Identität spielt der Diözesanpatron St. Kilian eine zentrale Rolle — was den 104. Katholikentag in einen breiteren regionalen Erzählzusammenhang einbettete.
Das Motto „Hab Mut, steh auf!" war als Aufruf zu zivilcouragiertem Engagement gedacht — religiös, politisch und gesellschaftlich. Über 700 Einzelveranstaltungen verteilten sich auf rund hundert Orte in der gesamten Innenstadt: Gottesdienste, große und kleine Podien, Werkstätten, Konzerte, Ausstellungen, Theater, ein „Abend der Begegnung", die „Bistumsbühne" und eine „Demokratiekirche".
Wie bei jedem Katholikentag prägten politische und kirchliche Spitzen das Programm:
Träger ist das ZdK, lokale Geschäftsstelle das Bistum Würzburg mit Hauptverantwortlichem Dominik Großmann und Domkapitular Albin Krämer als Bischöflichem Beauftragten. 1.200 Helferinnen und Helfer ermöglichten den reibungslosen Ablauf. Der nächste, 105. Katholikentag, ist für den 24.–28. Mai 2028 in Paderborn angesetzt.
Der 104. Katholikentag in Würzburg ist Mitte Mai 2026 zu Ende gegangen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier eröffnete die Veranstaltung am Mittwoch, 13. Mai, auf dem Marktplatz. Im Laufe der fünf Tage gastierten u. a. Bundeskanzler Friedrich Merz und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder bei Podiumsdiskussionen. Den Abend der Begegnung am Mittwoch besuchten mehrere zehntausend Gäste.
Auf dem Residenzplatz spielte Bodo Wartke ein viel beachtetes Konzert, in der Innenstadt verteilten sich „Bistumsbühne", „Demokratiekirche", Werkstätten und Diskussionsforen. Bei der Schlussfeier am Sonntag, 17. Mai, überbrachte Kardinal Mario Grech die päpstlichen Grüße aus Rom. Der 104. Katholikentag war die erste Veranstaltung dieser Art in Würzburg seit 1907.
700+ Einzelveranstaltungen auf rund hundert Orten der Innenstadt. Schwerpunktorte: Residenzplatz, Marktplatz, Dom St. Kilian, Bistumsbühne. Komplette Dokumentation auf katholikentag.de.
Würzburg ist ICE-Knoten und liegt an der A 3 und A 7. Vom Hauptbahnhof aus erreicht man die Festorte rund um Residenzplatz und Innenstadt zu Fuß oder mit Tram. Während des Katholikentags 2026 wurden zusätzliche Shuttlebusse eingerichtet.
Tageskarten und Dauerkarten waren über katholikentag.de erhältlich; ermäßigte Tarife für Jugendliche, Studierende, Familien.
Hotels, Pensionen und Gemeinschaftsunterkünfte (Schulen, Pfarreien) waren während des Katholikentags ausgebucht; viele Teilnehmer reisten täglich aus der Region an.
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Residenzplatz, Marktplatz, Dom, Innenstadt Würzburg (rund 100 Veranstaltungsorte)
Ottostraße 1, 97070 Würzburg